Neu degustiert

1997, Christian Zündel, Orizzonte, Ticino D.O.C. 13Vol%Alc. 95% Merlot und 5% Cabernet Sauvignon.
Die Farbe, vom dunklen Bordeauxrot bis zum dunklen Mahagonirot. Das Bouquet kommt holzbetont, eher flach aber deutlich. Im Gaumen vollmundig, wiederum das Holz dominierend, hier aber mit etwas Frucht, die sich aber auch mit deutlicher Säure präsentiert. Es ist ein guter aber kühl wirkender Wein, zu dem einige andere sagen „gradlinig“. 1997 war im Tessin ein recht gutes Jahr, im Libournais Bordeaux war das leider nicht ganz so gut, so ist ein direkter Vergleich natürlich möglich aber auf keinen Falls aussagekräftig. Christian Zündel gehörte in den 1990er sicher mit Stucky, Kaufmann, Huber, Klausener und Brivio zu den Besten, heute haben sich in diese Reihe noch ein paar andere sehr gute dazugetan. Im 2007 kam der Terraferna von Zündel, mit dem 1997er auf den ersten Platz der Blinddegustation, der Orizzonte hatte leider Korkengeschmack. 2. Platz belegte Eric Klausener und 3. wurde ein kleines Pessac-Léognan Weingut. Werner Stucky wurde mit dem Conte di Luna nur 6.. An der Degu nahmen dazumal 14 Personen teil.
Am 07-12-2025 16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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1992, Denis Carré, Pommard AC, Les Noizons. 13Vol%Alc. Rebsorte 100% Pinot Noir.
Die Farbe, vom sehr dunklen bis zum hellen Mahagonirot. Das Bouquet flach, weich, angenehm aber holzbetont. Im Gaumen zwar immer noch mit recht viel Holz, drückt da aber deutlich auch die Frucht durch, die etwas an Johannisbeeren erinnert. Er kommt vollmundig, zeigt sich als Mittelgewicht, wirkt trocken und erstaunlich frisch. Das doch schwache, sonnenarme Jahr kann auch dieser nicht ganz verstecken, doch eine Überraschung ist er trotzdem und ich kann sagen, je länger desto besser.
Am 06-12-2025 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2022, Bodegas Los Gredales, Syrah, Tierra de Castilla D.O. BIO. 14Vol%Alc. Rebsorte 100% Syrah. Verschluss Presskorken.
Die Farbe, ein dunkles Rubinrot. Es braucht schon etwas Luft, dann kommt ein sehr feines, offenes Bouquet mit Veilchen- und Cassis-Aromen. Im Gaumen vollmundig, mit deutlicher Säure, die manchem wohl etwas zu viel sein dürfte, bei mir jedoch noch durchgeht. Seine Struktur ist sehr fein, es fehlt das Aroma-Spiel im Gaumen, bis auf die aufkommende Säure passiert mit dem nämlich nichts auffallendes. Mehr ein Sommer-Wein, bei dem man halt eventuell mehr Frische sucht. Für mich gibt hier beim Syrah wie auch beim Cabernet Sauvignon der Produzent schon an, wohin seine Liebe fällt, bei Graciano verwendet er einen Naturkorken, bei Syrah und bei Cabernet Sauvignon nur einen kürzeren Presskorken.
Am 18-11-2025 15,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2024, Bodegas Tintoralba, Rosé, Altitud 1100, Almansa D.O.P. 12,5Vol%Alc. Rebsorte Garnacha Tintorera. Verschluss Presskorken.
Die Farbe, für einen Spanier schon fast unglaublich gut, Lachsfarben wie es sein sollte. Das Bouquet zum Umhängen gut, offen, fruchtig, wie ich bzw. wie man sich das vorstellt. Dieser zeigt, es braucht keine bekannten Namen, um wirklich guten Rosé geniessen zu können und dies beginnt eben bei diesem schon mit dem Bouquet. Auch das Etikett gibt bereits einen Hinweis, in welche Richtung dieser einem gefühlsmässig führt, zum Abheben gut. Im Gaumen überzeugt er mit Frucht und Fülle, hat für mich den genau richtigen Anteil an Fett und bleibt im Finale doch angenehm trocken. Ein Rosé mit Abgang, Fülle und dem richtigen Mass an Nachhall, was es eben so braucht, um Eindruck zu schinden. Ich bin kein Rosé-Trinker, mit dem werde ich es wohl.
Am 10-11-2025 17/20 aus dem Chardonnay/Prime-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Piercarlo Culasso, Barbaresco D.O.C.G. Faset. 14,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Nebbiolo. Verschluss 5cm Presskorken.
Die Farbe, ein helles, transparentes Bordeauxrot. Das Bouquet frisch, filigran, es erinnert an Kirschen, begleitet von einer fein sehr dezenten Grünnote. Im Gaumen vollmundig, ebenso fein wie im Bouquet, nur bringt er hier viel mehr Aromatik. Herrlich süffig, die 14,5Vol%Alc. sind eigentlich nur in seiner Feinheit zu erkennen, die man vielleicht mit der Struktur von Milch vergleichen könnte, ohne natürlich etwas davon im Geschmack zu finden. Kein Dampfhammer, nein ein sehr eleganter Wein, sein Abgang andeutungsweise mit gutem, dezentem aber langem Nachhall. Ja man darf sagen, der macht jetzt schon richtig Spass, auch wenn man ihn dekantieren sollte oder sicher nach dem man ein halbes Glas entnommen hat, ihn doch wenigstens noch 1 Stunde stehen lassen sollte. Jetzt trinken bis 2035.
Am 06-11-2025 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1998, Bellerose Figeac, Prestige, Saint-Emilion. 13Vol%Alc. Jahresproduktion: 16’200 Flaschen. Verschluss: ein sehr guter Naturkorken.
Die Farbe Bordeauxrot, mit einem mahagonirotem Rand. Das Bouquet offen, mit viel Holz, dezent Tabak und sehr feinen Fruchtnoten. Im Gaumen vollmundig und auch hier holzdominant, mit auch recht präsenter Säure. Doch anders als im Bouquet, kommt er hier mit Tiefe, lang anhaltend und mit etwas mehr Frucht-Gefühl. Er ist relativ trocken, die Tannine verlangen weitere Lagerung, das Fett was er noch hat, dürfte aber für die nächsten 8 bis 10 Jahre reichen, um ihn dann ihn guter Reife trinken zu dürfen. Trinken jetzt bis 2035. Nicht zu kalt und dekantiert sollte er schon sein.
Am 01-11-2025 +16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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1990, Alain Voge, Saint-Péray AC. 12Vol%Alc. Rebsorte 100% Marsanne.
Die Farbe Goldgelb. Das Bouquet verhalten, mit Noten von Honig, etwas Säure und Holz. Im Gaumen vollmundig, ohne Oxidation allerdings auch fast keiner Aromatik mehr. Man kann jetzt bei diesem nicht von hinüber sprechen, eher von vorbei und ohne eine Idee, zu was man den noch servieren könnte. Zum Kochen geht er nur noch, wenn das Gericht keine Säure braucht. Jetzt nicht mehr unter 14°C trinken, sonst gibt es gar keine Aromatik mehr.
Am 26-10-2025 13/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1993, Domaine des Corbillières, Cuvée des Dames, Touraine A.C. Fl. Nr. 001990.
Die Farbe, ein dunkles bis ins bräunlich gehende Mahagonirot. Das Bouquet verhalten aber weit hinten etwas von Himbeeren-Konfitüre und Holz. Im Gaumen vollmundig, wirkt er noch recht frisch, mit kräftigerer, gleicher Aromatik wie im Bouquet. Dies ist jetzt sicher nicht der absolute Top-Wein, aber man bedenke, 1993 ist auch kein Top-Jahrgang gewesen. Für viele Winzer, kam der Regen ein bis 2 Wochen vor der Ernte ungelegen. Diejenigen die glaubten, der Regen höre sicher wieder auf, wurden zum Teil vom Wetter-Gott sehr enttäuscht. Daher sollte man diesen Wein nicht mehr weiter lagern, das wäre schade. Diesen Wein wollte ich eigentlich ausleeren, denn wer glaubt schon, das ein roter Touraine der über 30 Jahre im Keller war, noch trinkbar ist.
Am 26-10-2025 15,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Domaine de Beauséjour, La Chesnaye, Vieilles Vignes. Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet noch mit einer von Grünnote und die Frucht erinnert an schwarze Kirschen. Im Gaumen wirkt er vor allem im Auftakt noch recht frisch, dann folgt eine noch knapp zumutbare Säure-Attacke, die seine anfangs gebotenen Aromen alle wegfegen, was auch zu einem doch zu trockenen Finale führt. Zwar scheint bei diesem der Auftakt auch noch fein und eben auch aromatisch und lässt für einen kurzen Moment Hoffnung aufkommen, die aber im Finale einfach zunichte gemacht wird. Für einen so guten Jahrgang wie der 2015 und erst noch ein Lage-Wein, ist dieser einfach nur enttäuschend. Eine Domaine, die ich nur wieder ins Auge bzw. Gaumen fassen würde, wenn ein Besitzer-Wechsel vollzogen wäre.
Am 22-10-2025 14/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Château Sociando-Mallet, Haut-Médoc AOP. Demi 37,5cl. 14,5Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. Assemblage Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc.
Tief dunkles Kirschrot, zur Mitte hin fast schwarz. Das Bouquet sehr fein, zeigt Tiefe mit dezenter Bitternote. Die Holzaromen dominieren die Schwarzfruchtaromen. Im Gaumen vollmundig, mit feinem Schmelz, jedoch auch hier sind die mich etwas störenden Bitteraromen klar erkennbar. Die Säure kommt gut und deutlich, für mich hat dieser aber zu wenig Frucht und wirkt klar holzbetont. Im etwa 30 Sekunden langen Nachhall kommt Vanille auf, das nur dort zu erkennen ist. Zum Abgang hin bricht er ab und wirkt dabei auch noch recht trocken. Sociando ist kein Insider Wein mehr und ich denke, bis auf den heute sehr gelungenen Wein von Château Sociando-Mallet vom Jahrgang 2018, sind inzwischen auch viele, neue Weine zum gleichen oder sogar günstigeren Preis zu haben, die sich in dieser Qualitätsstufe bewegen. Für rund CHF. 50,– getrunken im Restaurant Lindenhof in Mariastein Kanton SO Schweiz. Die Notizen mit dem letzten Drittel in der Flasche am Abend zu Hause gemacht, die Luft hat er auch wirklich gebraucht, ansonsten hätte ich ihm eine schwächere Note gegeben.
Am 14-10-2025 +16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2002, Domaine du Vieux Collège, Fixin 1er Cru Les Hervelets AC. 13,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Pinot Noir.
Die Farbe, vom sehr dunklen Bordeauxrot, zum dunklen Mahagonirot. Das Bouquet wirkt holzbetont, zeigt Tiefe und bringt Aromen wie etwa ein Zwetschgenkuchen mit Zimt. Im Gaumen vollmundig, herb, mit leichter Säuredominanz. Die Holz- und Dörrzwetschgen-Aromen wie sie hier kommen, sind deutlicher als im Bouquet. Der Nachhall hält sich sehr lang, die Aromatik bricht jedoch nach hinten ab. Ich hatte 6 Flaschen von diesem Fixin im 2004 oder 2005 direkt vom Produzenten mitgenommen, 5 Flaschen davon verteilt getrunken, bis heute waren diese wegen Härte kaum trinkbar, ich bin heute wirklich erstaunt diesen Wein trinken zu können und sogar noch etwas Spass darin finde. Ich kaufe eigentlich nie gerade nach einer Verkostung ein, dieser hat mir allerdings sehr zugesagt. Die erste Flasche nach ca. einem halben Jahr später, empfand ich dann als Katastrophe. Die nächsten 4 gingen ebenfalls den Ablauf hinunter. Nun, diese sicher 8 Jahre nach der Letzten überrascht wirklich, auch wenn ich wegen der jetzt auch nicht in Euphorie gerate.
Am 06-10-2025 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château d’Arsac Cru Bourgeois Margaux AC. 13,5Vol%Alc. 80% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon. Verschluss Naturkorken.
Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet himmlisch, so könnte man es bezeichnen, also ich könnte, was hier aus dem Glas duftet, unter die Nase binden. Es zeigt keine Tiefe aber eben loslassen will es mich auch nicht. Zehn Jahre nach der Ernte, Frucht und Holz fast perfekt vereint, bringt er immer noch eine sehr gute Frische hervor. Im Gaumen vollmundig, schmeckt er nach Schokolade, Frucht und weichen Barrique-Aromen. Dieser Margaux hält sich sehr lang im Nachhall, kommt jedoch ohne Abgang auch ganz gut aus. Das ist von der Preisleistung aus gesehen, sicher ein Hammer-Wein. Bewertung anderer: das VINUM bei der Primeur Verkostung 16/20, Robert Parker 88/100.
Am 11-09-2025 16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2009, Taluau-Foltzenlogel, Le Vau Jaumier, Saint-Nicolas-de-Bourgueil AOC. 13Vol%Alc. 100% Cabernet Franc. Verschluss mit 4,5cm langem Naturkorken.
Die Farbe, ein mattes, dunkles Bordeauxrot. Ein warmes, angenehmes, ins himbeerengehende Bouquet, das flach aber offen wirkt. Die Holzaromen vom Ausbau kommen so eingebunden an, das ein Gefühl aufkommt als gehören diese Aromen zur Frucht. Er kommt dabei vollmundig, zeigt eine präsente aber nicht aufdringliche Säure. Die Aromen vom Bouquet mit Himbeeren, finden sich dann auch wieder im Gaumen. Der Nachhall ist sehr lang, wird dann trocken und zum Abgang hin ist er dezent. Sicher jetzt nicht der finessenreichste Wein aber er ist sehr gefällig und zeigt sich mit dieser guten Säure mit erstaunlicher Frische, für aus dem heiss stammenden Jahrgang 2009.
Am 07-09-2025 16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2024, Juwel Weine, Riesling, Deutscher Qualitätswein. 12,5Vol%Alc. Mit Schraubverschluss.
Helles, blasses gelb. Das Bouquet sehr fein, würzig, auch in Richtung Stachelbeeren gehend. Es wirkt noch leicht verhalten aber schon sehr angenehm. Im Gaumen vollmundig, mit guter, fruchtiger Säure und für mich der genau richtigen Dosage an Süsse. Guter aber nicht all zu langer Nachhall. In ihm steck vermutlich von den drei Juwel Weinen am meisten Potenzial, trotzdem, welcher hier das beste Juwel ist, wird wohl Geschmackssache bleiben.
Am 29-08-2025 16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2018, Domaine des Remizières, Saint-Joseph AC. 14,5Vol%Alc. 100% Syrah. Eine 37,5cl Flasche. Diese halbe Flasche, hatte keine optimale Lagerung hinter sich.
Tief dunkles Bordeauxrot, das im Rand ins Bräunliche ausläuft. Das Bouquet mit andeutender, sehr dezenter, oxidativer Note, trotzdem, es duftet sehr gut, erinnert an Backpflaumen, Holz und zeigt dabei auch noch eine gute Tiefe. Im Bouquet wie auch im Gaumen, mit wuchtiger Aromatik bringt dieser Syrah zwar immer noch eine leichte Herbe mit sich und doch irgendwie kommt es mir dabei vor, als sei da beste, schwarze Schokolade mitverarbeitet worden, was natürlich nicht so ist.
Am 27-08-2025 16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2018, Tenuta Mara, Maramia, Sangiovese, Rubicone I.G.P. BIO, Demeter. 14Vol%Alc. 100% Sangiovese.
Das Bouquet, ein kleiner aber eher angenehmer Stinker der Holz, Zimt, Vanille und Himbeeren hervorbringt. Im Gaumen vollmundig, kraftvoll, etwas mehr Frucht als im Bouquet, wirkt er süffig und obwohl aromatisch schon recht präsent, legt dieser an Feinheit und Finesse sicher noch zu. Ein Wein, der aromatisch einem Burgunder recht nahe kommt aber er wesentlich weniger Zeit im Keller braucht, um einem den Kopf zu verdrehen. Man könnte bei diesem auch sagen, „zurück zu den Wurzeln“, er ist bis jetzt der, der dem traumhaften 2013 am nächsten kommt und den wollte am Anfang niemand, auch der Gamberorosso nicht, der dem 2018 nun 3 Gläser von dreien vergab. Nach dieser Vergabe kamen dann auch alle die Händler dazu, die ohne Gamberorosso und Parker keine Körner finden. Bei Musik und Wein M&W GmbH, hat sich aber der Preis deswegen kaum geändert, die anderen jetzt doch aus dem vollen Schöpfen.
Am 03-08-2025 +17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Château Grand Baril Montagne Saint-Emilion AC. 13,5 Vol%Alc. Assemblage ca. 86% Merlot, 7% Cabernet Franc und 7% Cabernet Sauvignon.
Die Farbe, ein sehr dunkles, mattes Kirschrot. Das Bouquet herrlich, offen, weich, blumig und fruchtbetont. Es duftet nach schwarzen Beeren, Hefe und Holz. Im Gaumen vollmundig, fein, weich, kommen hier die Aromen vom Bouquet alle etwa in gleicher Stärke. Im Nachhall hält er sich lang, zum Abgang hin bricht er ab. Ein grossartiger Wein, dessen Preisleitungsverhältnis wohl kaum übertroffen wird. Eine Weinschule die zeigt, wo es lang geht. Eine ½ bis eine Stunde in der Karaffe bekommt ihm sehr gut.
Am 20-07-2025 16,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2020, La Vedetta Wines, Barbaresco D.O.C.G. Cà Grossa. 14,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Nebbiolo. Jahresproduktion ca. 2’500 Flaschen.
Die Farbe, ein dunkles, mattes Mahagonirot. Das Bouquet etwas verhalten, kommt aber sehr fein und zeigt sozusagen nur Holzaromen. Im Gaumen vollmundig, weich, ganz anders als im Bouquet, hier mit guter Frucht, die hier fast überraschend klar dominiert. Für mich beginnt hier Nebbiolo wie er sein sollte, weniger Vorschriften betreffend der Zeit im Holz, würden dem D.O.C.G. sicher gut tun. Wie gesagt, dieser macht jetzt Spass mag man die Traube Nebbiolo, was wie beim Pinot Noir halt fast gleich ausarten kann, man ist dafür oder dagegen.
Am 17-07-2025 +16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Cecilia Monte, Serracapelli, Barbaresco D.O.C.G. 15Vol%Alc. Verschluss guter 5cm langer Naturkorken. Rebsorte 100% Nebbiolo.
Dunkles, klares, transparentes Mahagonirot. Das Bouquet holzbetont, eher schwach, lässt Spuren von roten Beeren erkennen. Im Gaumen vollmundig, wiederum vom Holz dominierend, kommt er mit angenehmer Säure an, zeigt dabei für mich aber zu wenig Aromatik, wobei, wenn man da von Frucht reden kann, diese nach etwa einer Stunde nach dem Öffnen deutlicher wird. Der Nachhall, so finde ich, bleibt mit etwa 25 Sekunden für so einen Wein in dieser Preisklasse einfach zu kurz, zu dem bleibt auch ein Abgang aus. Trotzdem, diesen würde ich jetzt nur vom Preis her auslassen, was natürlich reine Ansichtssache ist.
Am 13-07-2025 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2018, Cecilia Monte, Serracapelli Paolo, Barbaresco D.O.C.G. 15Vol%Alc. Verschluss guter 5cm Naturkorken. Rebsorte 100% Nebbiolo.
Die Farbe, ein dunkles Mahagonirot, das bis ins Orange ausläuft. Im Bouquet Karamell, Holz und eine Spur von roten Beeren. Im Gaumen rund, fein, zeigt sich aromatisch recht kräftig, wobei die Frucht dezent hinten nachkommt. Im Nachhall kommen später auch noch Zimtaromen hinzu. Sehr trinkig, reif, sollte nicht weiter gelagert werden. Bei mir kommt die Frage auf, sollte ein Barbaresco nach 7 Jahren bereits orangefarbig erscheinen?
Am 13-07-2025 16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Cecilia Monte, San Diuliano, Barbaresco D.O.C.G. 14Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. Rebsorte 100% Nebbiolo.
Die Farbe, ein dunkles Mahagonirot. Das Bouquet mit viel Holz und kaum Frucht, zeigt Tiefe und wirkt offen. Im Gaumen vollmundig, im Auftakt weich, fein, dann folgt Säure, die nach meinem Empfinden noch in Ordnung geht. Im Finale etwas besser als beim Nebbiolo Cà di Monti, wirkt er mir aber auch zu trocken und lässt etwas sämiges vermissen.
Am 11-07-2025 15/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Cascina Feliciana, Cebon, Benaco Bresciano I.G.T. 14Vol%Alc. Merlot, Cabernet Sauvignon, Marzemino und Groppello.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet, es verlangt Geduld und viel Luft, dann zeigt es Aromen von Schwarzbeeren und getrocknete Rosenblätter. Im Gaumen aromatisch, eher kompakt ankommend und trotzdem nicht als Schwergewicht zu spüren. Der Duft der getrockneten Rosenblätter kommt zwar im Gaumen nochmals, jedoch sehr schwach, hier zeigt sich die Frucht deutlicher, die mich hier aber mehr an einen leicht süssen Kompott von Kirschen oder Zwetschgen erinnert. Der Wein ist kein bisschen trocken, sehr gefällig, animiert zum Trinken und macht echten Spass. Gut halten wird dieser Wein sicher 5 Jahre, ich würde ihn jedoch mit dieser Aromatik geniessen und daher die noch gelagerten Flaschen, bis Ende nächsten Jahres wegtrinken.
Am 07-07-2025 16,5/20 aus dem Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Luchey-Halde, Pessac-Léognan AOP. 14Vol%Alc. Verschluss Presskorken. Assemblage: Cabernet Sauvigno, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit leichter Schwefelnote, wirkt recht offen und steht in guter Balance zu Holz- und Fruchtaromen. Die Frucht-Aromen lassen Schwarzbeeren erkennen, die wirklich gut in den Holzaromen eingebunden sind. Er braucht Luft, wird dann laufend besser und beginnt Tiefe zu zeigen. Im Gaumen vollmundig, wiederum sehr fein, bringt er hier im Moment weniger Aussagekraft als im Bouquet und kommt dabei aber immer noch recht ausgeglichen daher. Nicht spektakulär, dafür mit sehr angenehmer Zurückhaltung, in der dann auch noch Aromen von feiner, schwarzer Schokolade auftauchen. Mein Spruch dazu: Hat man ihn nicht, braucht man ihn auch nicht, hat man ihn, lässt man ihn kaum los. Ein Mittelgewicht das denen zuspielt, die eher leichtere, elegante Weine mögen.
Am 06-07-2025 16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. M. SUTTER.
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2021, Villa a Sesta, Sorleone, Chianti Classico Gran Selezione DOCG. 15Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. 100% Sangiovese.
Die Farbe ein Bordeauxrot, das bis ins Mahagonirot verläuft. Das Bouquet sehr fein, weich, geht in Richtung Himbeeren, bringt aber auch eine kaum wahrnehmbare Schwefelnote mit sich. Im Gaumen vollmundig, zart, jedoch noch mit dem rechten Kick an würziger Aromatik und angenehmer Süsse. Ein sehr gefälliger Chianti Classico, der wirklich Spass macht. Kommentar noch zum Glas, ich hab die ersten drei Weine mit dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas getestet, was nicht optimal war, das Lehmann ist deutlich besser und das vor allem im Bouquet.
Am 04-07-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2017, Ceretto, Barolo DOCG. BIO. 14Vol%Alc. 100% Nebbiolo.
Die Farbe, ein Bordeauxrot mit mahagonirotem Schimmer. Das Bouquet flach, nichtssagend, es riecht nach nassem Holz, vermischt mit etwas Frucht, die jedoch kaum wahrnehmbar ist. Für einen solchen Preis, den man in der Schweiz für diesen Wein verlangt, erwarte ich doch einiges mehr, als mir Mühe zugeben, überhaupt etwas positives aus diesem Bouquet herauszufinden. Im Gaumen kommt das nach meinem Geschmack auch nicht besser, er wirkt, als sei er schon mal verkostet worden und der bessere Teil fehlt jetzt eventuell. Hier sind selbst die Holzaromen so, als sei das Holz eben aus dem Wasser gezogen worden. Na etwas positives fällt aber doch noch auf, seine Struktur kommt fein an und käme da jetzt nicht nur Bitteres von den Röstaromen durch das Barrique-Holz hervor, könnte man diese Flasche nicht nur zum Degustieren öffnen, sondern sogar zum Geniessen, so aber lass ich das und hole was neues aus meinem Keller. Man sollte ja nicht immer über Geld reden aber hier muss ich es doch tun, es gibt für die Hälfte dieses Betrages was dieser Wein kostet, bessere Nebbiolo’s aus besseren Jahrgängen, daher meine Empfehlung, lieber 2 Flaschen Nebbiolo, als diesen dürftigen Barolo.
Am 22-06-2025 14,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Bodegas Antonio Arráez, Vividor, Bobal. 13,5Vol%Alc. Verschluss: Presskorken mit Naturkorkdeckel-Abschluss. 100% Bobal.
Die Farbe, ein dunkles Kirschrot. Das Bouquet offen, erdig, fruchtig, mit feiner Süsse. Im Gaumen vollmundig, eher leicht ankommend aber angenehm frisch, trocken, mit Fruchtaromen, die an Brombeeren erinnern. Der Nachhall hält sich zuerst schwarzfruchtbetont, wird danach aber fade und bricht aromatisch ab. Ein guter Sommerwein, der auch kühl getrunken noch ganz gut schmeckt und an heissen Tagen, ein guter Essensbegleiter von Fisch über Salat bis zu einfachen Fleischgerichten passt.
Am 20-06-2025 15/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2023, Château la Reverence, Grand Cru. 14,5Vol%Alc. Diese Verkostung mit drei Gläsern, siehe Bild.
Vom Bouquet her, ist das neue Spiegelau mit Abstand das Beste, gefolgt vom Riedel Veritas Champagner. Alles in allem, gefällt mir dieser Wein dann auch am Besten, aus dem Champagner-Glas, dort bringt er Abgang und fliesst wie Sahne durch den Gaumen. Im Spiegelau ist er vielleicht am meisten Merlot, das Bouquet offen, im Gaumen vollmundig, mit leichter Herbe aber am wenigsten Abgang und zudem mit der am meisten wahrnehmbarer Säure aber auch einer grösseren Vielfalt an Aromen.
Das cremige Champagner-Glas von Riedel, macht Dichte, lässt den Wein verschlossener erscheinen, zeigt dabei aber auch die Frucht mehr nach Beeren als nach Kirschen. Das dritte Glas im Bild, das Sommelier/Chianti/Riedel-Glas, wirkt im Bouquet dumpf, schwach und zeigt erst im Gaumen, das es hier auch dabei sein darf, trotzdem, zu diesem Wein würde ich es nicht mehr nehmen. Zwischen Riedel und Spiegelau, ist es jetzt sicher Geschmackssache, liebt jemand die Säure, Herbe, Fruchtigkeit oder eben lieber das elegante fein-cremige, in dem man etwas suchen muss, bis es hervorkommt.
Ich schreibe nun diesen Bericht aus dem Champagner-Glas, weil es aus diesem Wein einen super Saint-Emilion macht, wie ich ihn so eben gern geniesse.
Tief dunkles Kirschrot, das zum Zentrum hin fast ins Schwarz verläuft. Das Bouquet tief, frisch, konzentriert, ins Holunder gehend, wirkt es eher fruchtbetont. Im Gaumen vollmundig, so fein wie Sahne, bringt es Schwarzbeeren-Aromen hervor und lässt die Holzaromen nur erahnen. Zum Abgang kommt er markant, zeigt sich dabei trocken und hält sich auch recht gut im Nachhall. Doch nochmals zurück zum Spiegelau, ist er hier klar der ehrlicher Wein und gefällt so sicher den Merlot-Trinker besser als aus dem Champagner-Glas.
Am 16-06-2025 +16,5/20 aus dem Veritas/Champagner/Riedel-Glas bzw. Spiegelau/Bordeaux-Glas. Martin SUTTER.
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1988, Château Montus, Cuvée Prestige. 12,5 Vol% Alc. 100% Tannat.
Tief dunkles Mahagonirot. Das Bouquet offen, tief, fein und durchzogen von Aromen mit Holz, Frucht und Erde. Es wirkt unglaublich frisch und erinnert irgendwie auch an ein Korb vollreifer, schwarzer Kirschen. Im Gaumen kommt er kantenlos, sehr fein, wirkt elegant, mit fast der gleichen Aromatik wie im Bouquet. Im Nachhall hält er lang, im Abgang zeigt er sich deutlich. Ein herrlicher Wein, der auch jetzt ganz ohne Essen gut ankommt.
Am 12-06-2025 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Grattamacco, Bolgheri Rosso Superiore D.O.C. BIO. 14,5Vol%Alc.
Tief dunkles, leicht trübes Bordeauxrot. Das Bouquet mit Tiefe, wirkt offen, zeigt die Aromen von gut konzentrierten, schwarzen Kirschen, mit für mich der richtigen Dosis an Holz-Aromen passend zu diesem Wein. Im Gaumen mit sehr gutem Schmelz, wirkt er vollmundig, die Frucht voraus, die Holzaromen hinten nach. Seine Säure zeigt er deutlich aber nicht aufdringlich. Ein recht süffiger Grattamacco, mit gutem und noch besserem Abgang, den ich in einem Restaurant in Norditalien zu exakt 80,– Euro auf den Tisch bekam. Der Gleiche kostet heute bei Granchâteau in der Schweiz CHF 72,–, bei Jeggli-Weine schon CHF 90,–. Also das alt bekannte Lied, in der Schweiz wird schon beim Handel richtig abgeschöpft. Wir bedenken dabei, in Italien ist der Preis inkl. 20% MWST und nicht nur 8,1% wie in der Schweiz.
Am 08 + 09-06-2025 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Classico/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2011, Felsina, Rancia, Chianti Classico Riserva D.O.C.G. 14,5Vol%Alc. 100% Sangiovese.
Tief dunkles Mahagonirot. Das Bouquet nach sehr viel Luft mit Tiefe, kommt sehr fein und geht so in hoch konzentrierte Brombeeren-Aromen, die angenehm an kommenden Holzaromen gut eingebunden sind. Im Gaumen ist das nicht ganz einfache Jahr, das vor allem gerade nach dem Öffnen immer noch etwas Härte auffällt und mit dem Eindruck, von etwas zu viel Säure auftritt. Trotzdem er hat Schmelz und kommt mit der Säure gut zurecht, die bei Chianti Trinkern Freud wie Kopfschütteln auslösen kann. Der Nachhall ist dezent lang, der Abgang kommt deutlich. Ich ziehe diesen aber sicher zum Essen vor, als ihn einfach so zu verkosten. In einem spektakulären Restaurant im Norden Italiens, zu rund 40 Euro getrunken. Diese Notizen stammen aus dem folgendem Tag, dem 09. Juli, an dem ich ihn doch angenehmer fand und die Flasche doch noch über die Hälfte voll war.
Am 08-06-2025 16,5/20 aus einem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2006, Châteauneuf-du-Pape, rouge. 14,5Vol%Alc. Assemblage ca. 60% Grenache, 25% Syrah und 15% Mourvèdre.
Tief dunkles Bordeauxrot, bis ins dunkle Mahagonirot auslaufend. Das Bouquet mit viel Tiefe aber vom Holz dominierend, daher schwer zu sagen, geht das jetzt zu roten oder schwarzen Beeren. Ich tendiere hier zu Erdbeeren, was aber eigentlich nicht wirklich wichtig ist. Im Gaumen fällt seine Feinheit auf, dazu stösst aber leichte Bitterkeit, die an Röstaromen erinnern. Ein Fruchtgefühl blitzt nur kurz und schwach auf, trotzdem, schlecht ist er nicht aber etwas mehr Frucht würde nicht schaden. Der Nachhall ist gut, zum Abgang hin bricht er ab. Es gibt doch immer wieder Leute, die meinen ein Wein wie dieser käme so vom Stock, die Holzaromen wachsen gerade mit, so übrigens auch beim Chardonnay, wo man sich dann wundert, bekommt man ein Chablis hingestellt, der ganz ohne Holz sehr gut auskommt. Wie auch immer, dieser eignet sich so wie er jetzt ist als Sofa Wein oder zu kräftigem Fleisch, das fein-zart zubereitet ist. Mit halb angebrochener Flasche, gefiel er mir am Tag danach noch besser und hätte dann noch eine halbe Note mehr verdient. (den sollte man langsam austrinken)
Am 10–05-2025 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2014, Château Langoa Barton. 3ème Grand Cru Classé Saint-Julien AC. 37,5cl., 13,5Vol%Alc.
Tief dunkles violett bis ins Bordeauxrot übergehend. Das Bouquet breit und tief, es erinnert an schwarze Beeren. Im Gaumen vollmundig, mit guter Säure und wie auch im Bouquet domminieren hier etwas die Holzaromen, dabei aber auch Kaffee- und Karamell-Aromen aufkommen. Er kommt mit sehr feiner Struktur und lässt so den Wein wie Sahne durch den Gaumen gleiten, im Finale hingegen wird er etwas trocken. Einer der 2014 Weine, von dem ich von Anfang an überzeugt war, da kommt was sehr gutes hervor. Davon war auch mein heutiger Gast sichtlich erfreut. Bewertung anderer: Jancis Robinson Feb. 2018 17,5/20, Robert Parker bzw Neal Martin im 2017 93/100.
Am 04-04-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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Blinddegustation Bordeaux 2015

2015, Château Mouton Rothschild, 1er Grand Cru Classé Pauillac AC. Das Etikett von Gerhard RICHTER geboren 1932 in Deutschland. Zum Wein 13,5Vol%Alc. Die Ernte vom 14. September bis 2. Oktober 2015. Die Assemblage 82% Cabernet Sauvignon, 16% Merlot und 2% Cabernet Franc.
Die Farbe ein recht klares, tief dunkles Bordeauxrot. Im Bouquet verhalten, tief, wirkt er sehr frisch mit leichter Fruchtbetonung. Im Gaumen sehr fein, kraftvoll, er geht direkt zum Abgang über und läuft dabei wie Creme durch den Gaumen bzw. über die Zunge. Ein grossartiger Wein mit Eleganz, der mir jetzt schon Spass macht aber auch noch sehr lang lagern kann. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16/20, den 19. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 +18/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Haut-Bages Libéral, 5ème Grand Cru Classé Pauillac AC. 13,5Vol%Alc. Ernte 17. September bis 5. Oktober 2015. Assemblage 65% Cabernet Sauvignon und 35% Merlot. Ertrag 0,800 kg pro Stock.16 Monate in Barriques, davon 40% neue.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet offen, fast blumig aber auch mit guter Frucht und in guter Balance zum Holz, ohne dabei zu viel Röstaromen mitzubringen. Im Gaumen sehr fein und konzentriert, bringt er dabei die Aromen von Mocca, Holz und schwarzer Schokolade mit aber auch das richtige Mass an Säure. Der Abgang wie sein Nachhall, ist beachtlich. (Da ich diesen Wein auch nach der Degustation noch über 2 Tage verkosten konnte, muss ich sagen, dem hätte ich eine halbe Note weniger gegeben, also immer noch sehr gute 17,5/20.)
Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,28/20 den 16. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 18/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Pichon-Longueville-Baron, 2ème Grand Cru Classé Pauillac AC. Assemblage 77% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot. Ausbau 20 Monate in Barriques, wovon 80% neue sind. Abgefüllt 16. Juni 2017.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet zeigt Tiefe, wirkt offen, die Frucht erinnert an Cassis und die Holzaromen wirken sekundär. Im Gaumen butterweich, sehr angenehm, kommt mit guter Frucht und Säure. Zeigt sich jetzt für mich schon sehr zugänglich, hat aber auch noch viel Potenzial, um weiter reifen zu können und es kommt auch zum fein dezenten Abgang. Ein grosser Wein. Bewertung anderer: Robert Parker 97/100, Jancis Robinson 17,5/20, René Gabriel 18/20, Decanter 94/100. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,71/20 den 9. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Léhoul, Graves AC. 14Vol%Alc. Rebenbestand 50% Cabernet Sauvignon und 50% Merlot. Ausbau 16 bis 18 Monate in Barriques. Jahresproduktion ca. 9’000 Flaschen.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet recht offen, mit viel Frucht aber ohne Tiefe. Es duftet nach Brombeerenkompott und zeigt dabei eine gute Frucht- Holzbalance. Im Gaumen vollmundig, kommt er mit guter Säure und zeigt hier auch Finesse. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,64/20, den 11. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Brane-Cantenac, 2ème Grand Cru Classé Margaux AC. Blindverkostung. 13,5Vol%Alc. Assemblage 70% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 3% Cabernet Franc und 1% Carmenere.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet kommt fruchtbetont, zeigt Tiefe, wirkt noch etwas verschlossen, kommt aber sehr gut. Im Gaumen sehr fein, mit viel Kraft und auch hier mit viel Frucht. Später kommen Aromen von Mocca und Schokolade auf, dabei er auch Kraft bis in die Tiefe zeigt. Den habe ich über 3 Tage nachdegustiert, er blieb gut, brach später aber zum Abgang hin mit deutlicher Röstaromatik ab. Bewertung anderer: Vinum 19,5/20, René Gabriel 19/20, Parker 92/100, Jancis Robinson 17/20. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durchschnittsnote 15,64/20 den 24. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château la Gurgue, Margaux AC. 13,5Vol%Alc. Rebenbestand 50% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot und 5% Petit Verdot.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet fruchtbetont, mit Noten von Cassis. Im Gaumen offen, mit einer dezenten Herbe, kommt er mit wenig Fett, trotzdem sehr gut und er überrascht mit einer kräftigen Aromatik. Ein im Moment sich sehr frisch zeigender Wein, der sicher noch etwas länger Lagern darf. Bewertung anderer: Parker 89-91/100, James Suckling 94/100. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,21/20, den 17. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Palmer, 3ème Grand Cru Classé Margaux AC. 14Vol%Alc. Ernte vom 22. September bis 07. Oktober 2015. Assemblage 50% Cabernet Sauvignon, 44% Merlot und 6% Petit Verdot.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet sehr tief, kommt fein und mit viel Eleganz wirkt es fruchtbetont. Im Gaumen fliesst er wie Creme, ist butterweich und kommt mit fast unbeschreiblich guten Holzaromen an. Er zeigt auch eine gute Frucht, die aber nur dezent durchdringt, da Mocca- und Schokoladen-Aromen hier einfach mehr beeindrucken. (Nachtrag zur dieser Bewertung, ich hatte den zuletzt im Juni 2024 getrunken und ich bin mir sicher, diese Flasche war besser als die heutige, auch wenn ich ihm damals schon mit schwacher Frucht beschrieb. Bei einer so grossen Menge vom gleichen Wein ist es auch kaum vorstellbar, dass hier jede abgefüllte Flasche exakt gleich schmeckt.) Bewertung anderer: Robert Parker 98/100, Jancis Robinson 18/20, René Gabriel 20/20. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,64/20, den 11. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Bellevue de Tayac, Margaux AC. 13,5Vol%Alc. Rebenbestand 70% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon und 10% Petit Verdot.
Dunkles Bordeauxrot. Hier hab ich doch glatt das Bouquet vergessen festzuhalten. Im Gaumen vollmundig, mit viel Vanille-Aromen, zeigt sich mit angenehmer, fetter Struktur, endet aber trotzdem zum Schluss etwas trocken aber doch kräftig in seiner Aromatik. (Nachtrag, da bestätigt sich doch meine vorangegangene Notiz, der braucht sehr viel Luft und das auch heute noch) Minimum eine Stunde zuvor dekantieren. Er erreichte mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 17,07/20, den 04. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Gazin, Pomerol AC. 14,5Vol%Alc. Ernte 10. September bis 07. Oktober. Assemblage 95% Merlot und 5% Cabernet Franc.
Dunkles Bordeauxrot das im Rand bis ins Mahagonirot ausläuft. Im Bouquet mit guter Holz- Fruchtbalance, wobei die Frucht mit Cassis- und Brombeeren-Aromen etwas in den Vordergrund tritt. Auch im Gaumen kommt dieser sehr angenehm, bringt eine guter Säure mit, wirkt einfach aber sehr gut gemacht. In seinem langen Nachhall, kommen Karamell- und Schokoladen-Aromen auf. Bewertung anderer: Parker 93/100, Jancis Robinson 17/20, René Gabriel 18/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 17,21/20, den 02. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2015 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Bouscaut, Grand Cru Classé de Graves, Pessac-Léognan AC. 14Vol%Alc. Ernte 25. September bis 06. Oktober 2015. Assemblage 56% Cabernet Sauvignon, 38% Merlot und 6% Malbec. Ausbau in Barriques, davon 40% neue.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit dezenter, dumpfer Fassnote. Im Gaumen mit mehr Holz- als Fruchtaromen, zeigt er sich nicht wirklich zugänglich. Trotzdem die Kaffee- Mocca-Aromen sind verführerisch gut, wie man zu spüren bekommt. Ich weiss nicht, warum ich diesem Wein am heutigen Tag mit diesen eher schwachen Notizen, noch 17 Punkte gab, aber richtig waren sie dann schon, denn am darauffolgenden Tag zeigte dieser, was wirklich in Ihm steckt. Bewertung anderer: James Suckling 94/100, Perrotti von Parker 92/100, Jancis Robinson 16/20. Er erreichte blind mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 17/20, den 05. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2015 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Smith-Haut-Laffitte, Grand Cru Classé de Graves, Pessac-Léognan AC. 14,5Vol%Alc. Ernte 14. September bis 12. Oktober. Assemblage 63% Cabernet Sauvignon, 33% Merlot, 2% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot. Ertrag 35 hl/ha, Ausbau 18 Monate in Barriques, wovon 60% neue. Das Etikett ist schwarz, zur 650 Jahrfeier von Château Smith-Haut-Lafitte.
Die Farbe, ein dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet verhalten, zeigt aber Tiefe, mit Noten von schwarzen Beeren. Mir kommt es vor, als hätte dieser etwas flüchtige Säure!? Im Gaumen kommt er sehr fein und viel besser als im Bouquet. Er ist opulent, mit Noten von Eukalyptus, viel Beerenfruchtiges, fast toskanisch ankommend und mit sehr gutem Abgang ausklingend. (Nachtrag, am Tag danach gefiel mir dieser dann noch etwas besser und ich würde sagen, er hätte von mir noch eine ½ Note mehr verdient.) Bewertung anderer: Parker / Lisa Perrotti 97/100, Jancis Robinson 17/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 17,21/20, den 02. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2015 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Lynch-Bages, 5ème Grand Cru Classé Pauillac AC. Assemblage 70% Cabernet Sauvignon, 24% Merlot, 4% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot. Ausbau 18 Monate in Barriques, wovon 70% neue.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet verhalten, kommt fein, zeigt mehr Frucht die an Brombeeren erinnert als Holz-Aromen. Im Gaumen mit guter Frische, aromatisch eher punktuell auf der Zunge, wo er sich dann wuchtig, trocken und nebst Holz- auch Fruchtaromen sowie Zimt- Röstaromen bemerkbar machen. Bewertung anderer: Parker +92/100, Jancis Robinson 17/20, René Gabriel 19/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,5/20, den 13. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Malartic Lagravière, Grand Cru Classé de Graves, Pessac-Léognan AC. Ernte 21. September bis 16. Oktober 2015. Assemblage 53% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot, 7% Petit Verdot und 5% Cabernet Franc. Ertrag 43 hl/ha, bei einer Pflanzendichte von 10’000 Rebstöcken pro Hektar. Ausbau 18 Monate in Barriques, wovon 80 % neue.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit wenig Tiefe, jedoch kräftig, mit fruchtig-weicher Aromatik. Er wirkt offen und schon recht reif. Im Gaumen kommt er vollmundig, recht fett, zeigt eine gute Frucht- Holzbalance und erinnert bei der Frucht an Brombeerenkonfitüre. Im sehr langen Nachhall kommen noch feine Zimtaromen auf, der Abgang kommt dezent. Bewertung anderer: Robert Parker 92/100, Jancis Robinson 17/20, René Gabriel 17/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 15,78/20, den 22. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Lascombes, 2ème Grand Cru Classé Margaux AC. 14Vol%Alc. Ernte 17. September bis 15. Oktober 2015. Assemblage 50% Cabernet Sauvignon, 47% Merlot und 3% Petit Verdot. Ertrag 42 hl/ha.
Die Farbe, ein dunkles Bordeauxrot, das zum Rand hinaus ins Mahagonirot wechselt. Das Bouquet kommt weich, offen und bringt etwas mehr Frucht- als Holzaromen. Im Gaumen ist er vollmundig, zeigt schon eine gute Reife und kommt weich, als auch trocken an. Er bringt eine mir gut gefallende Aromatik hervor und hält sich auch im Nachhall sehr lang, zum Abgang hingegen kommt er nur dezent. Bewertung anderer: Parker 94/100, Jancis Robinson 16,5/20, René Gabriel 18/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 17/20, den 05. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Léoville-Las-Cases, 2ème Grand Cru Classe Saint-Julien AC. 13,8Vol%Alc. Ernte vom 22. September bis 09. Oktober 2015. Assemblage 85% Cabernet Sauvignon, 9% Cabernet Franc und 6% Merlot. Die Farbe, ein bis ins tief dunkle Bordeauxrot gehend. Das Bouquet verhalten, zeigt aber Tiefe und ist eher fruchtbetont. Im Gaumen mit viel Fülle, kommt er trocken, fruchtbetont und geht mit kräftiger Aromatik bis zum Abgang hin. Im Nachhall kommen Holz- und Zimtnoten auf. Ein herb-trockener Wein, der sicher noch Zeit braucht. Ich hatte die Möglichkeit, diesen Wein am darauffolgendem Tag nochmals zu degustieren und ich muss sagen, da war er eine Offenbarung, der ich so 17,5/20 gegeben habe. Mein Rat daher, möchten Sie so eine Flasche in den nächsten 5-10 Jahre verkosten, sollten Sie den Wein sicher 3 Stunden zuvor Dekantieren. Bewertung anderer: Parker / Lisa Perrotti +98/100, Jancis Robinson 17,5/20, René Gabriel 19/20. Er erreichte blind verkostet mit 7 Degustanten mit der Durschnittnote 16,21/20, den 17. Platz von 30 Weinen.
Am 30-03-2025 16,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Domaine Gill, Vosne-Romanée AC, Les Basses Maizières. Verschluss Naturkorken. 13,5Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Kirschrot. Das Bouquet offen, sehr fein, in Richtung Himbeeren gehend, bringt Frucht und Holz in guter Balance. Im Gaumen vollmundig, auch hier mit guter Frucht, wobei das Holz unterstützend wirkt. Im Auftakt mit gutem Schmelz, guter Aromatik aber nach hinten verliert er dies wieder und wird dazu auch noch etwas zu trocken.
Am 21-03-2025 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Château La Tour de Mons, Margaux AC. Verschluss Naturkorken. 14Vol%Alc. Assemblage Merlot, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Cabernet Franc.
Die Farbe, ein tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet verhalten, mit Tiefe, zeigt einen guten Mix von Holz und Frucht, wobei die Frucht an schwarze Beeren erinnert. Im Gaumen ein Mittelgewicht, er kommt säurebetont, zeigt viel dieser deutlichen Schwarzbeeren-Aromen. Auch seine Süsse ist angenehm gut, was nicht passt, ist die Säure und die darauf hinaufkommende, austrocknende Art im Gaumen, die sich nicht gut anfühlt. Zu kräftigen Gerichten mit Schmelz dürfte er passen und nicht negativ auffallen. Seine Aromen von schwarzen Beeren, gefallen mir hingegen jetzt schon recht gut. Trinken jetzt bis 2035.
Am 14-03-2025 15,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Penfolds, Bin 28, Shiraz, Kalimna Vineyard, South Australia. Eine regionale Assemblage, aus dem Barossa Valley und umliegenden Regionen. Die Reben werden bewässert. Verschluss Naturkorken. 14,5Vol%Alc. 100% Syrah.
Die Farbe, ein tief dunkles Kirschrot, bis zum Rand hinaus. Das Bouquet ein Mix von dezent süssem Brombeeren und Kirschensaft, eingebunden in feinen Holzaromen, es kommt recht offen aber flach, also ohne Tiefe. Im Gaumen zum Auftakt wirkt er üppig, mir vor allem im ersten Schluck, zu üppig dargebotenen Frucht. Er kommt mir vor, als hätte ich Suppe im Mund, wirkt auf mich sehr eigen, zudem kommt die ganze Aromatik nur im vorderen Gaumen, nach hinten bricht alles ab. Die kurz aufkommende Aromatik, finde ich nicht ganz Lupenrein und wie diese dann noch verpackt ist, gefällt mir nicht wirklich. Auch kommt die Säure im Finale unangenehm durch die Süsse hervor. Der Wein kostet um die CHF.35,–. Muss man jetzt wirklich mit einem Schiff um die halbe Welt tuckern, um diesen Wein dann hier zu trinken zu können? Liebe Australier, behaltet das Wasser fürs Gemüse und pflanzt Reben dort, wo sie ohne Wasser wachsen. Bewertung durch andere: Robert Parker 92/100, James Suckling 92/100, Vinous 91/100.
Am 12-03-2025 +16/20 aus dem Veritas/Riesling-Zinfandel/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2014, Domaine Matrot, Blagny 1er Cru La Pière sous le Bois. Verschluss 4,8cm Naturkorken. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Eher helles Kirschrot, das im Rand ins Mahagonirot übergeht. Das Bouquet frisch, eichenholzbetont, mit dezenter Vanille- und Frucht-Note. Es wirkt leicht, offen und bringt sehr dezente Aromen von Erdbeeren hervor. Im Gaumen vollmundig, mit auch hier dominierenden Holzaromen in Begleitung, der nun besser zur Geltung kommenden Erdbeeren- als auch Vanille-Aromen. Der Nachhall ist nur etwa 15 Sekunden lang, wobei der Abgang ausbleibt. Trotzdem, der Wein ist ganz OK und jetzt in guter Reife. 2014 war kein einfacher Burgunder-Jahrgang und es entstanden nur Leicht- bis Mittelgewichtige Weine. Austrinken.
Am 11-03-2025 15,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2006, Pernand-Vergelesses 1er Cru Clos Berthet AC, blanc. (Monopol). 13Vol%Alc. 100% Chardonnay..
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet nach Vanille, Dörrfeigen, und Aprikosen. Im Gaumen vollmundig, mit guter Fruchtsüsse wirkt er weich, kommt dabei aber auch mit guter Säure an. Der Nachhall ist kräftig und sehr lang. Eine grosse Überraschung und ein richtiger Spassmacher, auch für meine Gäste. In den Nächsten 3 Jahren austrinken.
Am 02-03-2025 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2018, Jean.Michel Guillon, Fixin AC, Les Crais. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet, wie aus einem Korb von Holz voller Kirschen und Brombeeren. Auch im Gaumen dominiert die Frucht, mit selten dagewesener Präsens. Im Nachhall hält er sich lang, zum Abgang hin bricht er ab. Ein Fruchterlebnis für Nase und Gaumen, vielleicht auch für alle die, die glauben, die Holzaromen im Wein seien mitgewachsen, wie das beim Chardonnay, bereits von einigen Leuten so empfunden wird.
Am 02-03-2025 16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2004, Domaine Jessiaume, Beaune 1er Cru Cent Vignes AC. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Tief dunkles Braunrot, im Rand ins Mahagonirot auslaufend. Der Wein hat viel Depot, sollte eventuell dekantiert werden. Das Bouquet zeigt Tiefe wie Gewicht, es bringt die Aromen von Johannisbeeren und Holz. Im Gaumen butterweich mit guter Säure, die immer noch für gute Frische sorgt. Auch seine Frucht ist immer noch bemerkenswert. Er ist wunderbar zu trinken, was mir auch meine Gäste am Tisch bestätigen. Ein sehr guter Pinot Noir, dem die fast zwanzig Jahre in meinem Keller sehr gut taten. Schade ging die Domaine Jessiaume im Jahr 2006, an einen neuen Besitzer.
Am 02-03-2025 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Château la Bridane Saint-Julien AC. 13,5Vol%Alc.
Tief dunkles, nicht ganz klares Bordeauxrot. Das Bouquet fruchtbetont, eher flach aber offen. Im Gaumen mit guten Anzeichen, im Gegensatz zu vielen Anderen 2022, die einfach nur verschlossen sind und im Moment nichts hergeben. Die Aromatik erinnert an schwarze Beeren und zeigt diese dann auch im langen Nachhall wieder. Die Holzaromen vom Barrique, kommen dezent und unaufdringlich. Der kann noch zulegen, was die Nachverkostung am nächsten Tag zeigt.
Am 12-02-2025 +16,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Stephane Montez, Bon Arrêts, Côte Rôtie AC, Monopol. 13Vol%Alc. Assemblage 95% Syrah und 5% Viognier.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit Frucht- und Holzaromen, die recht ausgeglichen erscheinen. Sie erinnern an Johannisbeeren, Himbeeren und auch an Grenadine. Im Gaumen frisch, knackig, kommt er geschmacklich wie Fruchtsirup an, wobei sich auch hier die Frucht- und Holzaromen gut in der Wage halten. Im Auftakt mehr die Frucht, im Finale dann mehr das Holz. Mich erstaunt die Frische, die dieser Wein immer noch an den Tag legt und das auch nur mit 13Vol%Alc. Er zeigt auch Kraft in der Aromatik, wirkt aber im Finale für mich im Moment noch etwas zu trocken. Er braucht Zeit und sollte nicht zu kalt getrunken werden. Die 17/20 Punkte hat er knapp verdient, trotzdem, der Trinkspass ist gross.
Am 05-02-2025 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2023, Degache Frères, Le Bois Lombard, Condrieu AC. 13Vol%Alc. 100% Viognier.
Die Farbe, ein klares gelb. Das Bouquet mit deutlichen Holz-Vanille-Aromen, dahinter Frucht, die etwas an weissen Pfirsich erinnert, mit einer kleinen Spur von Petrol und trotzdem kommt er fein und rund an. Im Gaumen vollmundig, fett, mit dezenten Bitternoten. Hier kommt aber auch das Gefühl von etwas mehr Frucht als Holz, wobei sich dies im Nachhall dreht. Ein fetter Condrieun mit relativ einfacher Strukturn der sicher noch zulegen wird. Nicht gross aber gut, dürfte Leutenn die auf Holzaromen stehenn besser gefallen als denjenigenn die das Fruchtige suchen.
Am 30-01-2025 16/20 aus dem Definition/Universal/Spiegel-Glas. Martin Sutter.
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2001, Viader Vineyard, Viader, Napa Valley. 14Vol%Alc. Assemblage 55% Cabernet Sauvignon und 45% Cabernet Franc.
Die Farbe, ein tiefdunkles Bordeauxrot, das im äussersten Rand ins Mahagonirot übergeht. Das von Holz, schwarzen Beeren und Eukalyptus-Aromen gezeichnete Bouquet, wirkt offen und gewichtig. Im Gaumen fast wie flüssiger Rahm fliessend, kommt er vollmundig, die Frucht dezent, wobei er wiederum an schwarze Beeren erinnert. Zum Ende hin, wie auch im Nachhall, folgen dann mehr Holz- als auch Holzröstaromen. Ein aromatisch wie vom Trinkspass her phantastischer Wein, von dem ich gern noch ein paar Flaschen im Keller hätte. Haben Sie dieses Trinkvergnügen noch vor sich, empfehle ich diesen durch ein Sieb zu dekantieren, denn er wurde vermutlich unfiltriert abgefüllt.
Am 25-01-2025 17,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Guy BERNARD, Côte-Rôtie AC, Coteaux de Bassenon. 14Vol%Alc. 100% Syrah.
Die Farbe, ein dunkles Violett bis Kirschrot. Das Bouquet weich sehr angenehm mit Aromen von Holz, Vanille und süssen Kirschen. Im Gaumen vollmundig, ein Mittelgewicht, hier mehr als im Bouquet fruchtbetont. Die Holz- und Vanille-Aromen kommen im zweiten Aromaschub. Eine sehr gefällige Aromapalette, zeigt dieser Wein vor allem jetzt in seiner Jugend. Es ist vielleicht nicht der Wein mit dem Gewicht, den Kenner von einem Côte-Rôtie erwarten aber der macht Spass, ist sauber gemacht und der Winzer protzt nicht mit einer Mega Domaine, bei der sie dann den Wein teuer bezahlen müssen.
Am 24-01-2025 +16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2005, Robert Chevillon, Nuits-Saint-Georges 1er Cru Les Roncières AC. 13,5Vol%Alc. 100%. Pinot Noir.
Die Farbe ein tief dunkles Bordeaux- bis Mahagonirot. Im Bouquet kommt er mit deutlicher Holzaromatik, bringt dabei aber auch etwas von Himbeerenkonfitüre mit. Er zeigt sich offen, gewichtig, lässt aber eine Tiefe vermissen. Im Gaumen mit deutlich mehr Frucht, die sich hier auch etwas frischer zeigt. Er ist vollmundig, mit guter, deutlicher und frische bringender Säure. Die Aromen kommen auch anders, sie wirken hier zwar frischer aber auch alkoholischer und erinnern mehr an Kirschen und Johannisbeeren. Im kräftig beginnenden Nachhall, kommt er zuerst mit Frucht und blendet dann relativ schnell mit Holz – Frucht Aromen aus. Zum Schluss wird er sehr trocken, was sich aber mit noch mehr Luft ändern könnte. Das Bouquet habe ich auch aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas getestet, kommt es dort leicht schwächer aber auch mit etwas weniger Frucht. Ich denke, hier wurde einfach etwas zu stark gepresst, das erklärt zum Teil die dunkles Farbe und die sehr trockene Struktur. Der bekam von Robert Parker im April 2007 95-96/100 Punkt. Der Wein wird heute an diesem Tag zu etwa 240;– CHF. gehandelt was rund 230,– Euro entspricht. Zu viel würde ich sagen, ein wirklich gutes Essen für CHF.100,– und einer Flasche Wein zu 140;– bringt wesentlich mehr Feeling mit sich als dieser Wein.
Am 12-01-2025 16/20 aus dem Synergie 75cl/P. Jamesse/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2001, Vinicola Real, 200 Monges, Gran Reserva, Rioja. 13,5Vol%Alc. 85% Tempranillo, 10% Graciano und 5% Garnacha.
Dunkles Bordeauxrot, im Rand dezent ins Mahagonirot gehend. Das Bouquet offen, sehr fein, Frucht und Holz in guter Balance, wobei die Frucht an Zwetschgenkompott erinnert. Im Gaumen fein wie Butter, dazu genau der richtige Kick an Säure, die Frische bringt. Die Aromatik hier mehr kompakt, konzentriert aber in etwa der vom Bouquet entsprechend. Ein sehr süffiger Wein ohne Ecken und Kanten und doch wirkt er sehr lebhaft in seiner Aromatik. Jetzt in die beste Reife kommend, so bis etwa 2030 und mehr. 1 Stunde Karaffe.
Am 26-12-2024 17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Château Fombrauge Grand Cru Saint-Emilion AC. 15Vol%Alc. Assemblage Merlot und Cabernet Franc. Auf dem Rücketikett wird angegeben, wann die erste Ernte auf diesem Château gemacht wurde, was im Jahrgang 2019 aber für Trauben eingebracht wurden, wird ausgelassen. Scheinbar ist das Datum der ersten Ernte von 1599, mit der Herr Magrez noch gar nichts zu tun hatte, aber wichtiger, als was jetzt wirklich in dieser Flasche steckt.
Die Farbe ein im verhältnismässig helles Bordeauxrot, mit bereits ungewohnter Altersfärbung im äusseren Rand. Das Bouquet schwach, fein, eher diffus, holzgeprägt und von dezenten Zimtnoten begleitet. Die Frucht ist kaum wahrnehmbar, deutet aber auf rotfruchtiges hin. Im Gaumen fast das selbe, kommt hier vor allem anfangs noch etwas Karamell hinzu, die Frucht aber auch hier unterdrückt von Bitter- und Holzröstaromen, die einem zur Frage führen können, wird hier „Holz oder Traubengut“ gepflückt. Der Wein hat kaum Nachhall und von einem Abgang ist hier gar nichts zu erkennen. Mir persönlich gefällt mehr aussen nix und innen Fix, hier bekommen Sie das umgekehrte, so haben Sie wenigstens aber eine schöne Flasche als Andenken, für die Sie in der Schweiz noch mehr Zoll bezahlten, als für eine Normale. In der Schweiz wird der Import für Händler per Kilogramm abgerechnet, also schwere Flaschen erhöhen die Zollgebühren. Bewertungen durch andere: Robert Parker 90/100, Jancis Robinson 16,5/20.
Am 17-12-2024 15,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Château Clément-Pichon Cru Bourgeois Haut-Médoc AC. 13,5Vol%Alc. Rebenbestand 62% Merlot, 33% Cabernet Sauvignon und 5% Cabernet Franc.
Die Farbe ein leicht trübes, sehr dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet weich, recht offen, mit still gehaltenem Glas eher fruchtbetont nach Cassis, Zwetschgenkompott und Eichenholz. Im Gaumen vollmundig, weich aber mehr im vorderen Gaumen zeichnend, kommt er hier mehr mit Holzaromen und wirkt dabei aber auch etwas diffus. Ein gefälliger Wein, der einem vor allem anfangs besser gefällt als später, also etwa nach einer Stunde. Er wird sicher nicht schlechter, verliert aber an Spannung, ja man darf sagen, er wird etwas langweilig. Später kommen dann auch noch geringe Keller- / Efeu- und sehr dezente Bitter-Aromen hinzu. Ich mag diese, sie geben schwerfälligen Weinen einen gewissen Kick. Als Essensbegleiter könnte ich ihm jetzt keine Nachteile anschreiben, für einfach so, dürfte ihm aber noch das gewisse Etwas fehlen.
Am 12-12-2024 +16/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2010, Colle Bereto, Il Ceno, Colli della Toscana Centrale Toscana I.G.T. 14Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Dunkles, ganz klares Mahagonirot. Das Bouquet offen, frisch, es zeigt Tiefe, dezente Frucht und noch mehr feine Holzaromen, als auch dezenten Rauchnoten. Im Gaumen vollmundig, fein, trocken, mit genug Fett, um auch noch weiter bestehen zu können. Er bringt hier etwas mehr Frucht als im Bouquet, verliert diese aber wieder, bleibt er zu lange offen. Ein herrlich feiner Wein, mit recht kräftiger Aromatik, dezentem Abgang und sehr langem Nachhall. Pinot Noir aus der Toscana, der einem Village-Wein aus der Côte de Beaune auf gleichem Niveau begegnet. Colle Bereto hat mit dem Il Tocco sicher einen sehr kräftigen schönen Merlot erzeugt, aber die Eleganz und Feinheit erlebt man beim Il Ceno.
Am 27-11-2024 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Château de Budos blanc Graves AC. 12,5Vol%Alc. Assemblage Sauvignon Blanc, Sauvignon Gris und Muscadelle.
Die Farbe ein helles gelb. Das Bouquet fruchtbetont, erinnert an Pomelo, wirkt dabei recht offen und etwas süsslich. Sehr angenehm und animierend, zum Weiterschnüffeln. Im Gaumen vollmundig, recht fett und auch hier mit dem Geschmack einer Pomelo. Ein sehr angenehmer Wein, auch wenn er noch etwas mehr Struktur haben dürfte, bin ich sicher, der gewinnt noch mit der Alterung dazu. Der Nachhall ist sehr lang und geht geschmacklich ins Bonbonartige. Ein Abgang bleibt aus, was hier aber der sehr lange Nachhall ausgleicht.
Am 24-11-2024 16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2018, Château Saint Ahon Cru Bourgeois Haut-Médoc AC. 13Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. Médaille d’Or Concours de Bordeaux 2020. Assemblage ca. 50% Cabernet Sauvignon und 50% Merlot.
Die Farbe bordeauxrot mit glasklarem Rand. Das Bouquet fein, offen, zeigt Tiefe und tritt vorwiegend mit weichen, fein-süssen Holzaromen auf, darin sich aber auch dezente Rotbeerenaromen befinden. Im Gaumen vollmundig, fruchtbetont aber auch mit präsenter Säure. Frisch nach dem Öffnen, noch etwas kühl, zeigt er etwas grünes, das an Gurke erinnert. Der sehr lange Nachhall und seinen recht feinen Körper erlebe ich positiv, die Aromatik ist gut aber so wie sie sich heute zeigt, mehr zum Essen passend. Es ist mehr die alte Bordeauxschule, die aber früher bei solchen namenslosen Schlössern, kaum zu trinken waren. Wem das süffige eher leichte zusagt, dürfte hier mit diesem voll auf seine Kosten kommen. Dekantieren lohnt sich.
Am 12-11-2024 15,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Marchesi Antinori, Tignanello, Toscana I.G.T. 14Vol%Alc. Assemblage Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
Tief dunkles Kirschrot. Weiches, offenes, fruchtiges Bouquet, im guten Mix zu den Holzaromen. Er zeigt sich eher leicht frisch, mit feiner Süsse. Im Gaumen wirkt er kühl, fruchtig, leicht und ohne Tiefgang. Die wirklich gute Aromatik, verschwindet innert wenigen Sekunden, hier fehlt mir die Dichte als auch die Länge im Nachhall. Kein Vergleich, was da in den achtziger und neunziger Jahren geboten wurde. Den besten Preis, den ich heute für genau diesen Wein im Laden fand, beträgt CHF. 135,–! Im Restaurant St. Alban-Eck in Basel, kostet er CHF.165,–, was zum Ladenpreis gesehen, eigentlich gerade günstig erscheint. Bewertung durch andere: Parker 95/100, James Suckling 97/100, Wine Spectator 94/100, Gambero Rosso 2 von 3 Gläser.
Am 31-10-2020 16/20 aus dem Gabriel/Gastro-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Domaine Berthet- Rayne, Castel Mireiro, Cairanne AC. 14,5Vol%Alc. BIO und BIODYVIN. Ca. 60% Grenache, 30% Syrah und 10% Mourvèdre.
Die Farbe, ein mattes, dunkles Kirschrot. Das Bouquet wirkt tief, schwer, herb und fruchtig. Es erinnert an einen Mix von Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren, alle in guter Reife, denn es duftet auch fein-süss. Im Gaumen kommt er vollmundig, zeichnet aber mehr auf der Zunge als im Gaumen oben. Die Fruchtaromatik entspricht in etwa dem Bouquet, nur geht sie hier mehr zu Konfitüre über. Er wird zum Finale hin etwas zu trocken, was aber mit genügender Belüftung fast verschwinden könnte. Die Aromatik ist packend aber einfach, die Struktur herb-angriffig und frisch wirkend. Jedenfalls ist dies so wie er sich heute präsentiert kein Sofa Wein, eher der Kalbsfleisch-Begleiter mit Pilz und Sauce. Ich könnte mir aber auch vorstellen, so wie er jetzt gerade ist (bis etwa Jan – Feb. 2025), geht er auch als Beispiel zu eine Schwarzwälder Torte.
Am 20-10-2024 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2022, Château Couhins, Pessac Léognan AC. BIO. 14Vol%Alc. Verschluss Presskorken.
Die Farbe ein mattes Kirschrot. Das Bouquet gerade nach dem Öffnen, nicht wirklich so wie ich mir einen Pessac-Léognan vorstelle, es entspricht mehr einem günstigen Graves-Wein. Er wird aber im Glas gelassen, nach ca. einer Stunde besser und zeigt dann Schwarzfruchtaromen, wirkt dabei aber noch etwas grün. Im Gaumen mit sehr viel Säure, Tannin und einem Geschmack, wie ich ihn einem Massenwein zuschreiben würde. Er schmeckt bitter, ist leicht und es bleibt kaum etwas im Nachhall hängen. Die Süsse, die sonst so eine Traube mit sich bringt, blitzt trotz sehr gutem Jahrgang, leider nur ganz kurz auf. Als ich das damals fast neu erbaute Gebäude sah, erweckte es in mir Hoffnungen, hier könnte was neues Gutes entstehen. Zu diesem Wein würde ich jetzt aber eher sagen „aussen Fix und innen Nix“, was sicher übertrieben ist. Der Wein wird nach Stunden angenehmer und verliert etwas an dieser dominierenden Säure, also wenn dann in den nächsten 2 Jahren Minimum 2 Std. zuvor dekantieren. Bewertung durch andere: Parker 90-92/100, TWI 88-90/100.
Am 28-10-2024 +15/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2018, Château de Beau-Site Graves AC. 13,5Vol%Alc. Assemblage Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot.
Die Farbe ein mattes Bordeauxrot, das zum Rand hinaus bereits ins Mahagonirot ausläuft. Sieht aus, als sei dieser bereits weit über 10 Jahre alt. Das Bouquet,, als sei der Wein bereits 20 jährig, ist süsslich, holzbetont, auch etwas grün und erinnert mehr ans Burgund als an einen Bordeaux, zudem finde ich es eher unangenehm. Im Gaumen vergeht mir dann der Spass noch mehr, er kommt mir als schlankes Wein-Kuriosum vor. Es hat etwas übertrieben feines an sich, bringt Bitter-Holzaromen, Vanille und ganz zum Schluss noch etwas rotfruchtiges hervor. Andere bewerten diesen Wein, der Wine Enthusiast mit 86/100, Hachette Vins mit **/***.
Am 22-10-2024 13/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2020, Château Bardins Pessac-Léognan AC. 13,5Vol%Alc. BIO AB. Verschluss Naturkorken. Assemblage Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
Die Farbe ein tief dunkles Bordeauxrot, bis zum Rand hinaus. Das Bouquet wirkt offen, tief und mit guten, schwarzfruchtigen Aromen. Die Barriques-Aromen kommen dezent und sind eher Unterstützer als Dominator. Im Gaumen vollmundig, fett, mit sehr viel Frucht und Saft aber trockenem Finale. Der Nachhall ist lang und geht über 30 Sekunden lang, zum Abgang hin wird er dezent, während dem die ganze Aromatik im Gaumen anhält. Ein sehr interessanter Wein, bei dem das Gefühl aufkommt, hier steht nicht nur Bio auf der Flasche, hier ist auch BIO in der Flasche. Ein Blick in den gepflegten Rebengarten und eventuell wie ich auch das Glück zu haben, die Besitzerin Stella PUEL noch persönlich kennen zu lernen, unterstreicht, hier wird ein glaubwürdiger, sehr guter BIO-Wein produziert.
Am 21-10-2024 +16,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2020, Carbon 333, Château Carbon, Graves AC, 13Vol%Alc. Assemblage 33,3% Merlot, 33,3% Cabernet Sauvignon und 33,3% Carmenere.
Die Farbe, ein dunkles Kirschrot. Das Bouquet offen, weich, fruchtig, mit guter Fruchtsüsse, recht gefällig. Die Aromen erinnern an Cassis und schwarze Kirschen. Im Gaumen wirkt er eher kompakt, offen und unkompliziert. Seine Fruchtaromatik hält im Körper mit anfangs recht viel Schmelz, sehr lange an. Im Finale wird er trocken und verliert diesen Schmelz leicht, an dessen Stelle dann leichte Säure auftritt. Was mir nicht ganz gefällt, ist dieser matte, kaum zu sehende, milchige Film, der sich über den Wein im Glas legt und dies bei jedem erneuten Nachgiessen wieder auftritt. Das bedeutet, es ist nicht das Glas, sondern etwas im Wein, dass zu diesem hauchdünnen, matten Film führt. Zu sehen ist dies allerdings nur, wenn man das Glas ins Licht hält und der Untergrund weiss ist. Wie gesagt, einfach gestrickt aber sehr zugänglich. Kostet etwa CHF. 20,– und dafür kann man ihm geschmacklich jetzt jedenfalls gar nichts ankreiden.
Am 17-10-2024 15,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2021, Cuvée Petit Verdot, Château la Tour de By Médoc AC. 12,5Vol%Alc. Verschluss Presskorken. 100% Petit Verdot.
Die Farbe Kirschrot, zum Rand hinaus fast transparent werdend. Das Bouquet frisch, erdig und tintig. Es duftet aus der Tiefe dabei Frucht und nur wenig von der dazu gehörenden Süsse hochkommt. Im Gaumen mit deutlichem Säureüberhang, der aber nicht wirklich stört, bringt er dazu aber doch etwas mehr Aromatik als im Bouquet. Er wirkt sehr klar, eher schlank aber doch mit noch erstaunlicher Länge im Nachhall. Sicher kein Wein, der einem ein Aha-Erlebnis abringt, doch aber etwas erstaunt, warum man sich entschied im 2021 noch mit der sicher nicht ganz einfachen Petit Verdot, so ein Cuvée herauszubringen.
Am 15-10-2024 15/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas.
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2020, Château Brown Grand Cru Classé de Graves, Pessac-Léognan AC. 14,5Vol%Alc. Ertrag 35 hl/ha. Ausbau 40% neue und 60% einmal gebrauchte Barriques. Assemblage 53% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot und 2% Petit Verdot.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet vor allem anfangs mit viel Hefe-Aromen die abnehmen und mehr und mehr von Himbeeren-Konfitüre begleitet und von dezenten Schwarzbeerenaromen. Im Gaumen immer kräftiger werdend, aber aromatisch gegen hinten abnehmend. Er bringt die ihm notwendige Säure mit, die er für diesen heissen Jahrgang braucht, um nicht plump und einfach dazustehen. Er wird im Finale recht trocken, verliert den Schmelz den er im Auftakt bringt und zeigt mir damit ein recht reifes bis leicht angetrocknetes Erntegut an. Ich würde diesen mit viel Luft lieber jung als alt trinken, ich denke der geht sonst geschmacklich zu stark in Richtung Rhône-Weine. Es schmeckt irgendwie mehr nach Saint-Emilion als nach Graves-Weinen. Also zum Essen mehr nach Lamm, als nach Filet und Co. Ich habe diesen Wein natürlich aus meinem Lieblingsglas, dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas verkostet, aus dem wirkt das Bouquet zurückhaltend und im Gaumen eher flach, dafür fallen die Konfitüren-Aromen nicht so ins Gewicht. Bewertung anderer: James Suckling 93 – 94/100, Decanter 92/100.
Am 14-10-2024 16,5/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin Sutter.
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2020, Château Séraphine Pomerol AC. 14Vol%Alc. 100% Merlot. Nur kurz auf dem Weingut degustiert.
Die Farbe, ein tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet geht zu Kirschenkonfitüren-Aromen über. Im Gaumen kommt er mit kräftiger Aromatik und mehr kompakt als breit und offen. Er zeigt sich vor allem nach dem Zweitwein l’Innocence de Séraphine eher hart und zu trocken. Auch das Gesicht von Charlotte KRAJEWSKI der Önologin verriet mir, Sie ist auch nicht ganz zufrieden. Ich fügte an, er müsse sicher ein Tag offen stehen bleiben, dann dürfte er aufmachen und angenehmer werden. Daraufhin durften wir die angebrochenen Flaschen mit ins Hotel mitnehmen. Am Abend haben wir dann diesen noch dekantiert und eine Stunde stehen gelassen. Jetzt schien der Wein an Fülle gewonnen zu haben, er wurde bedeutend weicher und dadurch angenehmer zu trinken. Auf dem Château mit dem Zalto-Denkart-Glas.
Am 07-10-2024 16,5-17/20 aus dem Signature/Lallement/No3 50cl/Lehmann-Glas. Martin SUTTER.
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2015, Château Lafleur-Gazin, Pomerol AC. 14,5Vol%Alc. Assemblage 98% Merlot und 2% Cabernet Franc.
Dunkles Bordeauxrot, zum Wechsel ins Mahagonirot. Das Bouquet relativ kompakt, Wirkt fein-herb, die Holzaromen leicht dominierend und die Fruchtaromen lassen rote Beeren erkennen. Im Gaumen kommt er im Auftakt leicht bitter bis pfefferig, zeigt viel Schmelz, wirkt vollmundig und sehr lang im Nachhall, in dem dann auch noch Lebkuchenaromen auftauchen. Jetzt sehr süffig, für mich in bester Trinkreife, dürfte aber bis 2030 halten. Bewertung anderer: Parker 92/100, James Suckling 95/100, Jancis Robinson 16/20.
Am 06-10-2024 16,5/20 aus dem Vinum/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2023, Gigondas A.O.C. 14,5Vol%Alc. Assemblage 80% Grenache, 10% Syrah und 10% Morvèdre.
Die Farbe, ein dunkles, ganz klares Kirschrot. Sehr feines, tiefes Bouquet, das mit nicht geschwenktem Glas besser kommt als rotierend. Es wirkt warm und erinnert an Kirschen wie die Farbe. Im Gaumen dann vollmundig, fein, fett und aromastark. Er zeigt viel Frucht, die auch hier den Kirschen nahe kommt. Ein herrlich süffiger Gigondas, der richtig Spass macht und sicher noch nicht am Ende seiner Vorstellung in Sachen Aromatik angekommen ist.
Am 27-09-2024 +16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1990, Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande 2ème Grand Cru Classé Pauillac AC, 37,5cl. 12,5Vol%Alc.
Die Farbe Ziegelrot, im Rand transparent und ins Mahagonirot gehend. Das Bouquet voll und tief, Frucht und Holz fast in der Waage. Eine feine, betörende Fruchtsüsse, die man einfach nicht mehr hingeben möchte. Im Gaumen geht das nicht anders weiter mit der Frucht und den Holz-Aromen, die nun auch hier für mich perfekt ausbalanciert sind. Von diesem bekommt man wohl kaum genug, wobei ich bei meinem Spass an der 37,5cl demi bouteille, dem Untergang sicher nicht entgegen sehe aber dafür der doppelten Freude, die in so einer Kiste von 12 oder 24 „Halbeli“ halt zu finden ist.
Am 23-09-2024 17,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2013, Cascina Barisél, Barbera d’Asti D.O.C. Superiore. 14,5Vo%Alc. 100% Barbera.
Die Farbe, ein tief dunkles Bordeauxrot. Im Bouquet relativ flach, es riecht wie Zwetschgenkuchen mit Zimt und er wirkt dazu relativ hart. Im Gaumen wiederum Zwetschgen- und Holzröstaromen, zeigt er sich hier mit der gleichen Härte, wie im Bouquet schon zu erahnen war. Er kommt mit deutlicher Säure, die im Finale den Höhepunkt erreicht und ihn dann eher unsympathisch macht. Dies ändert sich deutlich nach angebrochener Flasche am 3ten Tag, die Säure wirkt dann eher stützend, Frische bringend und was zuvor gar nicht war, er bekommt Abgang und bleibt fast unendlich lang im Nachhall. Das heisst, am 18. Sep. gab ich diesem gerade mal 15/20 Punkten, meine Gäste meinten sogar nach dem ersten Glas, bring doch etwas anderes.
Am 21-09-2024 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2004, Volpe Pasini, Tocai Friulano, Colli Orientali del Friuli D.O.C. 13Vol%Alc. Traubensorte Tocai Friulano (Pinot Grigio).
Ganz klares gelb. Das Bouquet leicht verhangen, es kommt gerade nach dem Öffnen ein leicht käsiger Ton auf, der bringt aber auch die Frucht gut zur Geltung, die an Grapefruit mit etwas Vanille erinnert. Im Gaumen vollmundig, recht fett, auch wenn diese käsige Note hier auch nicht ganz wegzuleugnen ist, finde ich das sehr spannend, was hier abgeht. Das Holz zeichnet hier wesentlich deutlicher und die Frucht weicher, sie geht hier mehr in Richtung Pfirsich. Ein grossartiger Wein, in seiner besten Reife, der sich weich anfühlt und doch noch Griff zeigt.
Am 19-09-2024 17/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2004, Volpe Pasini, Zuc di Volpe, Sauvignon, Friuli DOC. 100% Sauvignon Blanc.
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet sehr fein, tief, schwer, ganz feine Süsse, es duftet zwischen einem reifen, süssen Apfel bis hin zur reifen Aprikose. Im Gaumen vollmundig, immer noch unglaublich frisch und auch sein Körper zeigt immer noch viel Schmelz, er wirkt erst im Nachhall richtig trocken. Ein Sauvignon Blanc mit Rasse und Klasse, der zur seiner Seite, was richtig Kräftiges verlangt.
Am 13-09-2024 17/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2004, Cordero di Montezemolo, Barbera d’Alba D.O.C. Superiore. 14,5Vol%Alc.100% Barbera.
Tief dunkles Bordeauxrot, im Rand ins Braun gehend. Das Bouquet tief, es kommt sehr fein, wirkt rund wie harmonisch, duftet nach Holzröstaromen und Zwetschgenkompott. Im Gaumen die Holzröstaromen mit Bitterkeit leicht dominierend, dazu kommen aber auch Zimt und Mocca, sowie die Zwetschgen-Aromen hinter her. Ein vollmundiger, sämiger Wein, der anfangs recht trocken endet, jedoch am 2ten und 3ten Tag danach rund und angenehm abschliesst. Es ist daher empfehlenswert, den Wein Minimum 1Std. zuvor zu dekantieren.
Am 18 +21-09-2024 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1995, Château Rauzan-Ségla 2ème Grand Cru Classé Margaux AC. Demi 37,5cl. 13Vol%Alc.
Tief dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet kommt sehr fein, es zeigt Tiefe, bringt Frucht- und Holzaromen fast ausgeglichen. Es duftet nach schwarzen Kirschen und wirkt immer noch recht frisch. Im Gaumen seidenfein und aalglatt, hier mit mehr Frucht als Holz aber auch mit einer Spur überhöhter Säure, die aber wirklich nicht stört aber eben wahrnehmbar ist. Sein Nachhall ist lang, der Abgang dezent, für 29 Jahre alt in perfektem Zustand und das noch aus einer ½ Flasche, wunderbar. Der hält sicher noch bis 2030, ich würde aber die letzten Flaschen gelegentlich austrinken.
Am 16-09-2024 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2009, Santadi, Terre Brune, Carignano del Sulcis DOC, Superiore. Magnum 150cl. 14,5Vol%Alc. Assemblage 95% Carignano und 5% Bovaleddu. Verschluss Naturkorken.
Sehr dunkles, mattes Mahagonirot. Das Bouquet mit geschwenktem Glas mit viel Holz, die Aromatik dabei bis ins Zimt und einer Spur von Pflaumenkompott hin gehenden. Im Gaumen vollmundig, immer noch frisch, mit etwas mehr Holz- als Fruchtaromen, wobei ich hier mehr das Gefühl von roten Beeren bekomme. Der zeigt trotz viel Schmelz auch noch etwas Kante, was ihn spannend erscheinen lässt. Ein Inselsaft, der zum Träumen einlädt.
Am 13-09-2024 17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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1990, Château Citran, Haut-Médoc AC. Die Farbe ein dunkles Bordeauxrot, das im Rand ins Mahagonirot übergeht. Das Bouquet mit Tiefe, kommt sehr fein, mit deutlichen Holzröstaromen, dazu auch noch etwas Vanille. Die Frucht hingegen, kommt nur mit stark geschwenktem Glas, sie erinnert einem dabei an Zwetschgenkompott. Im Gaumen ebenso fein, fast filigran und mit zartem Schmelz auftretend. Ein Mittelgewicht, das Spass macht und für Bordeaux-Verhältnisse kaum was kostet. Dieser Wein ist heute, berücksichtigt man auch noch den Erntezeitpunkt, ziemlich genau 34 Jahre alt, dies merkt man ihm aber heute sicher nicht an, ist die Flasche gut gelagert worden. Hier stimmt heute bis auf die Dichte einfach alles, hätte er diese auch noch, würde er zu den Besten gehören. Trinken so bis 2027, hält aber sicher auch bis 2030. Bewertung anderer: Wine Spectator 86/100.
Am 09-09-2024 16/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Michel Noëllat, Morey-Saint-Denis AC. 15Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Die Farbe, ein tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet, offen, voll, zeigt sich aber auch als leichter Stinker, trotzdem, hier kommen auch gute Aromen von Heidelbeeren und Brombeeren durch. Es riecht fett, mit feiner Süsse und Holznoten. Im Gaumen vollmundig, fett, mit guter Süsse und der Aromatik von schwarzen Kirschen. Er wirkt recht pfefferig, hat aber genug Schmelz dagegen und seine genau ins Lot gebrachte Säure, bringt die richtige Frische dazu. Ganz grosse Klasse für einen Village-Wein.
Am 06-09-2024 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Urs Hauser, Bella Stasera, Merlot, Ticino D.O.C. 13Vol%Alc. Verschluss ohne Kapsel mit Naturkorken.
Die Farbe Kirschrot. Das Bouquet sehr fein, offen, mit weichen ins Vanille gehende Barrique-Aromen. Die Frucht sehr fein, die nur bei ruhig gehaltenem Glas dezent aufsteigt. Ein für mich schon fast mustergültiges Bouquet für einen Tessiner Merlot, was aber nicht heissen soll, dieses sei jetzt das Beste, aber sicher eines mit Vorzeigestatus. Im Gaumen geht das für mich eher noch auf einem Treppchen höher weiter, hier zeigt er sich leicht aber mit viel Schmelz, die Frucht ins Grenadine gehend und die Holzaromen vom Barrique erst wieder mit Vanille, dann durch die Röstaromen mit dezenter Bitterkeit ankommend. Sicher alles Andere als ein Kraftprotz und trotzdem, der zeigt diesen Tessiner Merlot in bester Aromatik. Bravo, kann ich dazu nur sagen. Trinken so bis 2026 – 27.
Am 04-09-2024 16/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Cune, Reserva, Rioja Rioja DOCa. 14Vol%Alc. Ca. 85% Tempranillo, 15% ein Gemisch aus Garnacha Tinta, Graciano und Mazuelo.
Tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet nach Kirschen und Pflaumen, begleitet von leicht dominierenden Holzröstaromen. Es kommt angenehm aber auch etwas an Tinte erinnernd. Im Gaumen vollmundig, fein, mit guter Frische bringender Säure. Er zeigt sich leicht bitter und damit mehr zur harten Seite hingewandt. Ausser zum Dessert, passt dieser, so wie er sich jetzt präsentiert, wohl mit wenigen Ausnahmen zu allem. Bei Coop am 31-08-2024 zu CHF.17,95 mit 20% Rabatt also für 14,35 gekauft. Bei www.vino.com am gleichen Tag zu CHF.13,90, also lassen sie sich nicht von Rabatten blenden.
Am 01-09-2024 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Monteabellon, Finca Matambres, Ribera del Duero D.O. 15Vol%Alc. 100% Tempranillo. Verschluss Naturkorken.
Tief dunkles, bis fast ins Schwarz gehende Kirschrot. Das Bouquet mit konzentrierter Aromatik, die mit Kirschen- und Brombeeren-Aromen auf den Punkt gebracht wird und dabei von feinen Holz-Barriques-Noten unterstützt wird. Im Gaumen vollmundig, mit guten nicht aufdringlichen Röstaromen sowie mit Frucht, die mehr an schwarze Kirschen als an Beeren erinnert. Im Nachhall geht dieser auch noch in Richtung schwarze Kirschen.
Am 24-08-2024 17/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1993, Domaine du Mas Cremat, Côtes du Roussillon AC. 13Vol%Alc. Verschluss Naturkorken.
Ganz klares, sehr dunkles Mahagonirot. Ein sehr feines Bouquet, das Zimt, Holz und sehr dezente Rotbeerenaromen hervorbringt. Im Gaumen vollmundig, weich, mit gutem Schmelz und etwas mehr dem Gefühl von Frucht als im Bouquet. Ein samtweicher Wein ist dieser geworden und obwohl der Produzent diesen als reinen Betontank-Ausbau angab, sind hier klar Holzaromen mit viel Würze zu erkennen. Im 2016 schrieb ich schon, der Wein war anfangs kurz, nach der Abfüllung ganz gut, dann brach er ein und jetzt ist er so gut, wie er niemals zuvor war. Diese Flasche stand bereit zur Entsorgung. Was lernt man daraus, alles zuerst nochmals verkosten, bevor es entsorgt wird. Ein Sofa-Wein zum Umhängen gut. (Aus einem Bordeaux-Glas ist dieser Wein wie beschrieben, so nicht zu erkennen) Austrinken bis 2026, dekantieren ist nicht mehr nötig.
Am 19-08-2024 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Château Filhot 2ème Grand Cru Classé Sauternes AC. 13,5Vol%Alc. Rebenbestand 60% Sémillon, 36% Sauvignon Blanc und 4% Muscadelle.
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet tief, offen, mit sehr feiner Süsse und obwohl die Muscadelle nur mit 4% beteiligt sein soll, hab ich das Gefühl, diese dringt hier deutlich durch. Auch im Gaumen kommt dieser fein, kompakt, mit angenehmer nicht aufdringlicher Süsse an. Aromatisch erinnert der Wein an Aprikosen und Pfirsiche, ein runder, süffiger Sauternes mit Spassfaktor.
Am 07-08-2024 +16,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2007, Valdaya, Vendimia Seleccionada, Ribera del Duero D.O. 13,9Vol%Alc. 100% Tempranillo.
Die Farbe rotbraun. Das Bouquet, Luft ist gefragt bevor es ganz akzeptabel wird, dann kommt es mit Holröstaromen und etwas säuerlichen Rotbeeren-Aromen. Im Gaumen dann kurz mit Holzdominanz und viel Säure, die einem im Finale das letzte Tröpfchen Wasser entzieht. Dies war eine Musterflasche zum Testen, die ich direkt vom Weingut erhielt, es war die Letzte von Dreien die ich erhielt, die anderen haben mir jung schon nicht gefallen, so dass ich auf das Schreiben verzichtete. Dieser Wein ist unter diesem Etikett nicht mehr im Sortiment von Valdaya.
Am 04-08-2024 13/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1995, Château Ducru-Beaucaillou 2ème Grand Cru Classé Saint-Julien AC. 37,5cl Flasche. Assemblage 65% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 5% Petit Verdot und 4% Cabernet Franc. Dieser Wein wurde mir verdeckt serviert.
Tief dunkles Bordeauxrot, das im Rand ins Mahagonirot ausläuft. Das Bouquet kommt flach, zurückhaltend, sehr fein, mit dezenter, animalischer Note, bringt dabei aber auch Holz-, Zimt- und Schwarzbeerenaromen mit. Im Gaumen vollmundig, kräftig, mit hoher Säure und guter Frucht. Im langen Nachhall steckt auch der Geschmack, der an Tinte erinnert aber auch eine leichte Bitterkeit zeigt. Ich tippte auf Saint-Julien oder Saint-Estèphe Grand Cru Classé. Bewertung anderer: Parker 95/100, J. Robinson 17,5/20.
Am 01-08-2019 16,5/20 aus dem Gabriel-Gabriel. Martin SUTTER.
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2016, Domaine de Nalys, Châteauneuf-du-Pape. Dieser Wein, noch vom alten Besitzer gemacht aber von Guigal übernommen und abgefüllt, daher mit Guigal Label verkauft.
Die Farbe, ein sehr dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit viel Frischholzaromen wirkt etwas dumpf aber doch angenehm. Die Frucht, die an rote Beeren erinnert, kommt erst bei ruhig gehaltenem Glas richtig hervor. Im Gaumen vollmundig, fein, fetter Körper, gute Säure und mit leicht dominierenden Holz-Aromen. Er wirkt etwas pfefferig, bringt aber gute Schwarzkirschen-Noten hervor. Hätte dieser noch etwas mehr im Abgang zu bieten, so müsste man ihn zu den grossen zählen.
Am 25-07-2024 16,5-17/20 aus dem Vision/Balanced/Zieher-Glas 85cl. Martin Sutter.
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2016, Château Guiraud 1er Grand Cru Classé Sauternes AC. Eine ½ Liter Flasche. BIO AB. 13,5Vol%Alc. Mit diesem Wein feiert das Weingut seine 250. Ausgabe von Château Guiraud.
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet mit Holz, Anis-Aromen sowie dem Edelfäulepilz Botrytis Cinerea, den ich immer etwas mit Spital-Geschmack verbinde. Im Gaumen kompakt, mit viel Süsse, bringt er Holz- und Nuss-Aromen hervor, die Frucht kommt nur schwach. Der Wein wirkt im Gaumen fett, leicht klebend, bitter aber mit guter Säure. Im sehr langen Nachhall, mit wenig Struktur, steckt Süsse dabei aber ein Abgang ausbleibt. Trotzdem, dieser könnte noch zulegen.
Am 25-07-2024 +16/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2001, Follin-Arbelet, Corton-Bressandes Grand Cru. 13,5Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Dunkles, mattes Mahagonirot. Das Bouquet mit viel Holz und Röstaromen, die Frucht auf Erdbeeren hinzeigt. Im Gaumen vollmundig aber auch hier kommen Holzaromen übergeordnet, sie auch etwas bitter und vor den Fruchtaromen. Die Säure dominiert ebenfalls, sie führt im Finale auch zum austrocknenden Effekt. Sicher auch, wenn er jetzt sein Zenit überschritten hat, kein schlechter Wein aber reicht das für einen Grand Cru in dieser Preisklasse? Sollte vor dem Trinken, eine Stunde in der Karaffe ruhen.
Am 21-07-2024 15/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1988, Château Margaux, Margaux AC. Nun aus einer 37,5cl Flasche. 12,5Vol%Alc.
Sehr dunkles Bordeauxrot. Volles, in die Tiefe gehendes Bouquet mit Frucht, deutlich mehr Holz und mit Noten von Geräuchertem. Im Gaumen auch noch etwas Holz dominant, wirkt er aber sehr frisch, wobei hier die Frucht mehr im Nachhall kommt und mit den Holzaromen fast unendlich anhält. Er ist immer noch etwas grün und trocken, macht jetzt aber langsam Spass. Für diejenigen mit Geduld, kommt hier sicher noch was sehr gutes auf Sie zu, man sollte es aber nicht vergessen, ihn Minimum eine halbe Stunde zuvor dekantieren. Diese 37,5cl Flasche hat dazumal etwa CHF.40.—gekostet, das ist er auch wirklich wert, alles andere sind Preise, die nichts mit Wein-Spass zu tun haben, ausser eventuell man trinkt ihn zum und mit seinem vierzigsten Geburtstag, der dieser sicher locker übersteht.
Am 15-07-2024 +16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2003, Paul Janin, Clos du Tremblay, Moulin-à-Vent AC. 13,5Vol%Alc. 100% Gamay.
Dunkles Mahagonirot, das ins bräunliche geht. Zum Bouquet, es braucht nun viel Luft, kommt aber nach etwa einer halben Stunde schon wesentlich besser. Er kommt anfangs als rechter Stinker daher, wird aber laufend besser und geht dann bis zum Gut mit noch kleinen Fehlern auf. Es duftet etwas nach altem Kasten, wodurch die Fruchtaromen von Erdbeeren schon unterdrückt werden. Im Gaumen vollmundig, sehr fein, die Holzaromen mehr im Hintergrund, die Säure ist sehr gut und bringt ihm immer noch die rechte Frische ohne zu stören. Eine ganz grosse Überraschung, von einem Jahrgang mit grosser Hitze, von dem man nur ein kurzes Leben erwarten durfte. Austrinken. Diese Einzellage gibt es heute nur noch als Assemblage, sie heisst nun Vignes de Trembley.
Am 03-07-2024 16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2001, Darien, Rioja Crianza D.O.C. 13,5Vol%Alc. Assemblage Tempranillo, Garnacha (Grenache), Mazuelo und Graciano.
Dunkles, sehr schönes Mahagonirot. Wie die Farbe, so der Duft, der anfangs an exotische Hölzer erinnert, leichte Bitternoten mitbringt, später mehr die Holzröstaromen hervorbringt und zuletzt auch noch ganz dezent rote Kirschen sowie Johannisbeeren erahnen lässt. Nebst einer feinen Süsse, kommen mit mehr Luft auch Röstaromen hinzu. Im Gaumen fühlt sich dieser kompakt und vollmundig an, zeigt dann vor allem im Auftakt mehr Frucht, als im Bouquet. Sein Nachhall reicht über Minuten, der Abgang kommt deutlich. Er ist noch recht griffig, ich würde ihn vor allem wenn die Zeit nicht reicht, ihn nur offen stehen zulassen, kurz vor dem Trinken dekantieren. Das sind erstaunlicherweise meine ersten Notizen von diesem Crianza, was mich vermuten lässt, der hat mir jung nicht wirklich gefallen. Jetzt, nach fast 23 Jahren, muss ich sagen überraschend gut und immer noch recht kraftvoll unterwegs durch mein Inneres. Trinken bis 2030.
Am 30-06-2024 17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2018, Sella delle Spine, Vigna Piano d’Angelo, Taurasi D.O.C.G. 14,5Vol%Alc. 100% Aglianico.
Kirschrot mit glasklarem Rand. Das Bouquet mit Frische, leichten nicht unangenehmen Bitternoten und guten Frucht-Kirschen-Aromen. Im Gaumen wirkt er eher leichter aber auch hier mit guter Frische und auch wieder diese Bitteraromen. Die Frucht ist da aber für einen Taurasi etwas schwach und es fehlt der Scharm, das Fett sowie Finesse. Trotzdem, dieser ist für mich von den drei Degustierten, noch der Beste, den sich das Weingut jedoch sehr gut bezahlen lässt. Nach meiner Meinung läuft hier generell etwas schief, anders kann ich mir die von mir so schwach vergebenen Noten nicht erklären.
Am 29-06-2024 +15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Parigot, Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune AC, Clos de la Perrière. 100% Pinot Noir.
Die Farbe ein dunkles Rubin bis Kirschrot. Das Bouquet offen, fruchtig, mit leichter Milchnote. Im Gaumen vollmundig, weich, wiederum fruchtbetont. Geschmacklich geht das in Richtung Kirschensaft, wobei dieser dann wirklich fein und lang anhaltend sein müsste. Gönnen Sie ihm Luft, auch wenn er von Anfang an Spass macht, er wird runder und weicher. Dieser Wein nimmt es in Sachen Qualität, auch noch mit vielen anderen Village-Weinen aus der Côte d’Or auf, überraschen Sie ihren Besuch mit einer Blindverkostung, Sie und ihr Besuch werden Staunen, was dieser Hautes-Côtes auf dem Kasten hat.
Am 21 + 22-06-2024 16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Georges Joillot, Pommard 1er Cru Les Charmots AC. 13,5Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet kompakt, offen, tief, mit viel Schwarzkirschenaromen. Im Gaumen vollmundig, weich, kraftvoll, mit guter Säure und guter Frucht. Ein kräftiger Wein mit Klasse, der seine Offenbarung wohl erst in etwa 5 Jahren preisgibt.
Am 21-06-2024 17/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1992, Denis Carré, Meursault AC, Les Tillets. 13Vol%Alc. 37,5cl. 100% Chardonnay.
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet tief, kompakt, nach Orange, Grapefruit und Aprikose. Im Gaumen vollmundig mit leichter Altersnote, wirkt er aber trotzdem viel frischer, als er alt ist. Mit leichten Zitrus-Aromen, die mit dezenter Bitterkeit auftreten, erinnert er mit diesen auch an Grapefruit-Aromen. Sein Nachhall ist lang, der Abgang dezent. Das ist ein Wein, für den ich jetzt sicher nicht nach Rom laufen würde, doch für ein Meursault-Village erstaunlich gut im Schuss und dies auch noch aus einer halben Flasche bzw. einem 37,5cl Fläschchen. Heute ist dieser Meursault über 30 Jahre alt, Hut ab.
Am 19-06-2024 15/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2013, Petra, Toscana I.G.T. Dunkles Mahagonirot. Das Bouquet tief, offen, mit Zimt- und Holzaromen, es duftet fast auch wie Zwetschgenkuchen. Im Gaumen mehr mit einem fleischigem Geschmack, bricht er aromatisch nach hinten ab und wirkt im Finale sehr trocken. Zum Essen fällt dies weniger auf, danach wird’s aber eher unangenehm.
Am 16-06-2024 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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1992, Château Latour 1er Grand Cru Classé Pauillac AC. 12,5Vol%Alc. 37,5cl.
Tief dunkles Bordeauxrot, mit Braunschimmer. Das Bouquet tief, schwer und fruchtig-würzig. Er ist pfefferig aber auch fein, es duftet nach Wald und Brombeeren. Im Gaumen vollmundig, kraftvoll, etwas säurebetont im Nachhall, dies allerdings ist nicht störend und dürfte mit genug Luft verfliegen. Die Aromapalette kommt etwa gleich wie im Bouquet, nur finde ich hier noch Holzröstaromen und etwas Mocca im Nachhall. Für seine Kraft und Frische muss man ihn loben, anders ist es bei der Aromatik, die finde ich zwar nicht schlecht, doch gefallen mir da für viel weniger Geld einige Bordeaux wie Toskaner wesentlich besser. Trotzdem, dieser Latour kommt aus einem schlechten, verregnetem Jahr und da überrascht mich Château Latour einfach immer mehr, als in ganz grossen Jahrgängen.
Am 01-06-2024 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1989, Château Guiraud 1er Grand Cru Classé Sauternes AC. 14,5Vol%Alc. Rebenbestand 65% Sémillion und 35% Sauvignon Blanc. Château Guiraud war damals unter den Grand Cru Classé Weingütern im Sauternes der Einzige, mit so einem hohen Sauvignon-Anteil. Die Farbe wie Gold. Das Bouquet holzbetont, mit etwas Vanille und Aprikose, kommt tief und sehr fein. Im Gaumen vollmundig, mit sämigem Fluss wirkt er immer noch frisch und sehr süffig. Die Aromatik vom Holz, den Vanille- und den dezenten Aprikosennoten gefallen sehr. Der Abgang kommt dezent, der Nachhall ist unendlich. Dieser Wein hat mich, als er 20 jährig wurde eher enttäuscht, ja manchmal ist es gut, man schiebt eine Kiste einfach wieder weg. Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, ihn in optimaler Reife zu trinken. Trinken bis 2030.
Am 28 + 29-05-2024 17,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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1996, Château Bouscaut Grand Cru Classé de Graves, Pessac-Léognan AC., 12,5Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. Assemblage Merlot, Cabernet Sauvignon und Malbec. Erst mal erstaunt der Korken, er ist gerade mal etwa 5mm vom Wein nass geworden und dies nach über 25 Jahren.
Die Farbe ein tiefdunkles Rotbraun, das im äussersten Rand ins Mahagonirot ausläuft. Es duftet immer noch frisch, ist dabei holzbetont und leicht erdig mit dezenter Süsse. Im Gaumen eher leicht aber aalglatt, mit anfangs nur leicht überhöhter Säure, die aber mit der Zeit und Temperatur unwesentlich erscheint. Der Wein war lange Zeit wegen seiner anfangs beträchtlichen Grünnote, kaum mit Trinkspass zu verkosten. Jetzt gefällt die Aromatik, so ist er nun ein süffiger Wein geworden, der mir aber auch wegen seiner Prise von Jod, die er geschmacklich in sich hat gefällt und mich damit irgendwie auch an Medizin erinnert.
Am 23-05-2024 15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2022, Altugnac, Coté Pierre Lys, Pinot Noir, Pays d’Oc. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir. Ja hier wird eben klar, woher die Wurzeln dieses Weingutes stammen. Ein Burgunder-Weingut, das sich ein zweites Standbein im Languedoc sicherte. Wenn auch nicht jedem Village oder 1er Cru standhaltend, gehört dieser zu den besten, was ich bis jetzt aus dem Süden so unter die Nase bekam.
Die Farbe ein mattes, transparentes Kirschrot. Das Bouquet offen, mit Tiefe ein Gemisch von Himbeeren und Grenadine. Im Gaumen vollmundig, mit präsenter aber passender, guter Fruchtsäure. Die Aromatik mehr zur Grenadine hingehend. Er endet trocken, frisch, lang anhaltend mit feiner Süsse und ohne Abgang. Herrlich frisch und sicher unmöglich, diesen aus dem Languedoc zu erkennen. Ein MUSS für eine Blinddegustation.
Am 19-05-2024 +16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2009, Château Filhot 2ème Grand Cru Classé Sauternes AC. 14Vol%Alc. Rebenbestand 60% Sémillon, 36% Sauvignon Blanc und 4% Muscadelle. Jahresproduktion 70’000 Flaschen.
Dunkles Goldgelb. Das Bouquet tief, verhalten, mit leicht alkoholischer Note. Im Gaumen vollmundig, sehr weich und sämig fliessend. Er kommt mit guter Frische, zeigt Aprikosen sowie Holz und etwas Vanille-Aromen auf, was sich zur meiner Freude im langen Nachhall alles nochmals wiederholt. Dekantieren lohnt sich. Trinken bis 2030 und mehr.
Am 28-04-2023 17/20 aus einem Viña/404/Schott-Glas. Martin SUTTER.
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2019, La Fornace, Brunello di Montalcino D.O.C.G. 14,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Sangiovese.
Dunkles Bordeauxrot, im Rand ins Mahagonirot gehend. Im Bouquet stecken exotische Holzaromen. Im Gaumen kommt er anfangs recht fett, rund und endet doch zum Schluss recht trocken. An der Vinitaly in Verona, am Stand des Consorzio del vino Brunello di Montalcino.
Am 15-04-2024 16/20 aus dem Bordeaux-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Castello Banfi, Brunello di Montalcino DOCG. Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet verhalten. Im Gaumen frisch, mit dezenten Grün- und Pfeffernoten. Die Fruchtaromen erinnern an Kirschen. Schwierig für mich, daran richtig Freude zu finden. An der Vinitaly in Verona.
Am 15-04-2024 15,5/20 aus einem Italesse-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Di Prima, Pepita, Nero d’Avola – Syrah, Sicilia D.O.C. BIO. 14Vol%Alc. Verschluss Presskorken.
Mattes Kirschrot. Frisches, offenes, fein-süssliches Bouquet, das an leichten, milden Grenadinesirup erinnert, der wiederum von noch dezenteren Holröstaromen begleitet wird. Im Gaumen vollmundig, fruchtbetont und saftig ankommend. Die Süsse ist herrlich eingebettet und kein bisschen aufdringlich. Kein Wein, der einem vom Gewicht her erstaunen wird, dafür um so mehr mit Finesse überraschen kann. Der darf ruhig noch 2 bis 3 Jahre liegen, um seine beste Reife zu bekommen. Trinken jetzt bis 2030. Der Pepita verlor nach 30 Stunden an Qualität und machte keinen Spass mehr.
Am 11-10-2023 +15/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2020, Di Prima, Syrah, Terre Siciliane I.G.T. 14Vol%Alc.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet wirkt warm, es erinnert an Himbeerenkonfitüre und kommt bei mir nicht ganz sauber an. Im Gaumen recht fett, süsslich, herb – trocken, verblasst er so schnell, wie er gekommen ist und hinterlässt nur einen Himbeeren-süssen und nun auch im Gaumen nicht ganz sauberen Effekt. Einfacher Tischwein ohne Finesse zu Pizza und Spaghetti. Der wird nach 30 Stunden offen wesentlich besser, als die 14/20 vergebenen Punkte.
Am 11-10-2023 14/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2020, Podere Ruggeri Corsini, Bussia, Barolo D.O.C.G. 14,5Vol%Alc. Verschluss Naturkorken. Rebsorte 100% Nebbiolo.
Das Bouquet mit Tiefe, sehr fein, kommt holz- und zimtbetont. Im Gaumen vollmundig, nach 3 Stunden geöffneter Flasche, immer noch leicht herb und trocken. Er kommt im Gaumen wie im Bouquet mit Holz- und Zimtaromen, bringt aber hier auch etwas fruchtiges mit. Der Auftakt mit Schmelz und Fülle, die sich dann aber ins Trocken-Herbe wandelt. Trotzdem, dieser Barolo zeigt Grösse mit einer angenehme Säure und Finesse. Es war ein nicht ganz einfaches Jahr das 2020, trotzdem dieser ist ganz gut geraten.
Am 07-05-2024 +16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2013, Clos des Abbayes, Grand Cru Dézaley A.O.C. 12,5Vol%Alc. Rebsorte Chasselas.
Die Farbe ins Goldgelb gehend. Das Bouquet dumpf, es erinnert an Apfel. Eine feine, dezente Süsse verbindet sich mit Holzaromen als stammen diese von einer Pralinenkiste ab. Im Gaumen vollmundig, sehr fein, weich, anfangs fett, mit fehlender Säure als auch Frische, dafür mit leichter Bitterkeit. Es kommen auch hier Apfel- mit Grapefruit-, Vanille- und Holzaromen auf, die aber nicht wirklich Freude machen. Es fehlt wie im Bouquet an Frische und das bei einem Grand Cru Dézaley, bereits nach rund 11 Jahren guter Keller-Lagerung. So ein schönes Weingut mit traumhaften Lagen, hier sollte doch unter solch guten Bedingungen mehr möglich sein. Restliche Flaschen bis Ende Dezember 2024 austrinken. Nicht zu kalt trinken, steht ihm besser!
Am 29-03-2024 15/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1990, Château Moulin Rouge Cru Bourgeois, Haut-Médoc AC. 13Vol%Alc. Assemblage Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
Dunkles Bordeauxrot bis zum Mahagonirot übergehend. Das Bouquet tief, sehr fein, fruchtig, erdig, dazu kommen dezente Vanille- und Holzaromen. Im Gaumen vollmundig, eher leicht, aber angenehm rund mit guter Säure. Auch die Frucht, die an Rotfruchtiges erinnert, ist und bleibt lang präsent. Ein Bordeaux der alten Schule, dem die lange Lagerung sehr gut tat. Trinken bis 2030.
Am 24-04-2024 16/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1994, Château l’Eglise-Clinet, Pomerol AC. 12,5VolAlc. Assemblage ca. 85% Merlot und 15% Cabernet Franc.
Tief dunkles Braunrot bis ins auslaufende Mahagonirot. Das Bouquet holzbetont, bringt aber auch dezente Rotfruchtaromen mit. Im Gaumen mehr Frucht, leichte Bitterkeit durch Grün- und Holzröstaromen. Eine gute Säure steckt in ihm, die für Frische sorgt. Er kommt vollmundig, gut ihm Fett und wird im Finale recht trocken. Parallel mit dem Cos d’Estournel 1994 getrunken. Hier zeigt dieser, mit mehr Merlotanteil macht’s in diesem Jahr mehr Spass, auch wenn hierfür Spass, eine etwas übertrieben Bezeichnung dafür. Bis dahin konnte man sich noch von diesem kleinen Château eine Flasche ohne Bauchschmerzen leisten, heute finde ich diese Preise abgehoben und man fragt sich, hat dies noch etwas mit Weinkultur zu tun oder doch mehr mit einem Börsenkurs.
Am 26-03-2024 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2007, Terredavino, Barbaresco D.O.C.G. 13,5Vol%Alc. 100% Nebbiolo. Verschluss Naturkorken. Der Korken nach dem Öffnen, sieht aus wie neu.
Tief dunkles Bordeauxrot, im Rand ins Mahagonirot auslaufend. Das Bouquet recht offen, zeigt Tiefe aus der ein Haufen von Altleder und Holzaromen aufsteigt. Im Gaumen schlank, mit Holzaromen ohne Ende und Frucht unter dem Motto, wer sucht der findet. Er wirkt streng, hart und spasslos. Solche Weine können sehr alt werden, nur für was muss man sich dann fragen. Trinken bis 2030.
Am 02-05-2024 14/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Mas Neuf, Grenache Vieilles Vignes, Costières de Nimes A.O.P. 15Vol%Alc. Verschluss Presskorken.
Eher helles Kirschrot. Das Bouquet fein, weich, aus einem Gemisch von Pflaumen, Himbeeren und etwas Holz. Im Gaumen vollmundig, rund, sehr fein und Finesse zeigend. Die Aromen im Gaumen sozusagen gleich dem Bouquet, jedoch deutlicher und im Nachhall wie im Abgang kaum endend. Ein Grenache Noir, der manchem ebenfalls reinem Grenache Châteauneuf-du-Pape die Show stellen könnte. Trotz den 15Vol%Alc., wirkt dieser keinen falls alkoholisch, nein mehr warm und mit viel Frucht. Dieser Wein kommt so fein, dass man auf das dünnwandige Spiegelau-Glas nicht verzichten sollte. Es könnte durchaus sein, dass dieser Wein länger als bis 2030 hält aber ich würde ihn lieber mit noch etwas Biss zum Essen oder ab 2026 auch auf dem Sofa geniessen. Der wird bei halb angebrochener Flasche, am zweiten Tag noch besser.
Am 21-04-2024 17,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2019, Lisini, Brunello di Montalcino DOCG. 14,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Sangiovese. Zum voraus dieser Brunello 2019, gehört sicher zu den Besten, die am Stand der Brunello-Vereinigung an der Vinitaly zur Verkostung ausgeschenkt wurden.
Dunkles, mattes Bordeauxrot. Das Bouquet ist sehr gut, auch wenn etwas dezent, bringt es aber schöne Aromen von Mocca und Holz mit. Im Gaumen mit guter Frucht, kommt er vollmundig, fett und für einen Brunello auch mit erstaunlich guter Frische daher. Bewertung anderer: Parker 93/100.
Am 15-04-2024 +16,5/20 aus einem grösseren Bordeaux-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Tenuta Hortense, Clino, Toscana I.G.T. 14,5Vol%Alc. Rebsorte Cabernet Franc.
Die Farbe ein dunkles, eher mattes Kirschrot. Das Bouquet warm mit Tiefe, duftet nach Schwarzbeeren-Joghurt. Im Gaumen vollmundig, mit guter Frucht und Süsse aber auch die Säure macht sich nicht zu wenig bemerkbar. Er wirkt trotz feinem, fast sämigem Fluss nicht schwer und kommt daher eher süffig an, auch wenn einem die Säure wie sie so ist, sicher die eine oder andere Diskussion auslösen wird. Andererseits hätte er diese nicht, käme er etwas langweilig daher. Da in Sichtweite vom Weingut kein Hügel steht, die Umgebung dort aber etwa so flach wie eine Omelette, nehme ich an, hier wird wie in der Umgebung üblich, bewässert. In Deutschland geht der Wein für um die Euro 32,– in der Schweiz mit Kurs unter 1:1 für CHF 49,–. Dazu kann ich nur sagen, nicht nur der Wein ist Geschmackssache, sondern auch wie man sein Geld ausgeben will.
Am 03-04-2024 +16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1994, Tenuta Tignanello, Antinori, Solaia, Toscana V.d.T. 13Vol%Alc. Assemblage Cabernet Sauvignon, Sangiovese und Cabernet Franc.
Die Farbe ein tief bis sehr dunkles Mahagonirot. Das Bouquet offen, zum Umhängen gut, er kommt mit Tiefe. Bei schwachem Riechen, mehr die feinen Holzaromen, bei stärkerem kommen dann mehr sehr feine Gewürz- und Fruchtaromen. Das heisst in der Kurzfassung einfach „edel“. Im Gaumen seidenweich, vollmundig, gute Säure und hier mit Frucht oder dem Gefühl davon, dass aber für mich nicht wirklich zuzuordnen ist. Auf jeden Fall holen die Holzaromen die Frucht wieder ein, was hier aber mehr Freud als Leid ist. Der Wein ist heute vermutlich so gut wie kaum zuvor. Ich habe diesen sicher schon bis zum Jahr 2000 zwei mal getrunken und als opulenten Wein empfunden, der eher plump ankam. Dann viel später nochmal, diese Flasche war schlecht und oxidativ, so getraute ich mich nur alleine an diese Flasche, schade muss ich sagen, da hätten auch ein paar Kumpels Freude daran gehabt. Dazu darf man ja auch noch beifügen, der Jahrgang 1994 war nicht der wirkliche Brüller. In der Schweiz werden die letzten Flaschen heute zu rund CHF. 400.—verkauft. Meine Meinung dazu, so viel würde ich für dieses Vergnügen nicht ausgeben.
Am 23-03-2024 17/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Donna Elvira, Kaysara, Rosato Irpinia D.O.C. 13,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Aglianico.
Die Farbe, ein dunkles Lachsrot. Das Bouquet sehr dezent, fein, frisch und wie ein Fruchtbonbon fast ohne Zucker. Im Gaumen vollmundig, kommt er anfangs kurz fein, weich und dann herb-trocken. Er ist fruchtig, wobei die Aromatik etwas an Stachel- und Johannisbeeren erinnert. Da die Rosé Trinker eher etwas mehr und gemütliche Trinker sind, ist dieser mit 13,5 Vol%Alc. sicher am oberen Limit mit dem Alkohol. Ich bin jetzt nicht der grosse Rosé Trinker oder Kenner, doch finde ich diesen recht süffig, was ja von einem Rosé mehr oder weniger auch erwartet wird.
Am 22-03-2024 15,5/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2020, Real Cave do Cedro, Aleixo Reserva, Bairrada D.O.C, Reserva. 12Vol%Alc.
Helles, ganz klares gelb. Das Bouquet offen, mit Tiefe, steht in gutem Mix von Frucht und Holz. Es duftet in Richtung Mango, Vanille und Holz. Im Gaumen vollmundig, recht fett und irgendwie kühl getrunken, aromaarm im Gegensatz zum Bouquet. Hier fallen die Holzaromen wesentlich mehr ins Gewicht. Es ändert sich mit mehr Temperatur zu Ananas und Mango. Er wirkt im sehr langen und man kann auch sagen kräftigem Nachhall, anfangs fast etwas wässerig, dies vor allem, wenn er kühlschrankkalt getrunken wird. Sauber gemacht aber kein bewegender Wein, der Emotionen auslöst. Trinken mit 12 bis 14°C.
Am 19-03-2024 16/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2022, Domaine Guillot-Broux, Les Genièvrières, Mâcon Cruzille AC. 13Vol%Alc. 100% Chardonnay.
Die Farbe ein etwas helleres gelb. Das Bouquet fein, zurückhaltend, mit vorwiegend Holz- und nur dezenten Apfelnoten. Im Gaumen kommt er kräftiger aber etwas flach, recht trocken, säurestark und fettarm. Ein sehr trockener Wein, bei dem es mir etwas an Scharm fehlt. Der Nachhall ist kaum endend, ein Abgang bleibt aus. Auf keinen Fall kalt aus dem Kühlschrank trinken, so würde sich dieser Effekt von zu trocken noch verstärken. Mit der Säure ist es so eine Sache, den einen zu wenig den anderen zu viel, mir hat dieser etwas zu viel, doch kann man sich auch mit der Zeit daran gewöhnen, wenn man das möchte. Diese Parzelle hat sicher in ganz heissen Jahren den Vorteil, unten als auch oben an Waldfläche zu grenzen. Minimum eine halbe Stunde zuvor dekantieren.
Am 17-03-2024 +15/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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2020, iDivini, Favor dël Demòni, Monferrato D.O.C. 13,5Vol%Alc. Kunststoffzapfen auf Polyethylen Basis. (sieht fast aus, wie ein echter Korken) Eine Assemblage ohne Traubenangabe.
Dunkles, transparentes Bordeauxrot. Um das Bouquet zu testen, habe ich mir alle drei Gläser aus der Serie Definition/Spiegelau-Glas vorgenommen. Das Resultat viel eindeutig, zugunsten des Burgunder-Glases aus. Daher nun meine Notizen aus diesem.
Das Bouquet sehr fein, mit Tiefe, viel Holz- und Zimtaromen. Die Frucht, die nur ohne schwenken des Glases kommt, erinnert etwas an Johannisbeeren und Kirschen. Im Gaumen recht voll, sehr fein, jedoch mit präsenter aber noch nicht störender Säure. Der Wein mit eher öliger als fetter Struktur, fliesst angenehm durch den Gaumen und hinterlässt dabei auch dezente Joghurt-Aromen. Die Primäraromen jedoch sind wie im Bouquet fein nach Holz, Zimt und hier noch mit dezenten Röstaromen. Später dann mit viel Luft, kommt auch die Frucht deutlich zur Geltung. Hier darf man von einem Wein reden, der einem kleinen Barolo sicher nicht hinterher springen muss aber vom Preis her, sicher unerreichbar weit voran ist.
Am 17-03-2024 16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Azienda Russo, Ceppitaio, Costa Toscana I.G.T. 14Vol%Alc. Rebsorten Sangiovese, Ciliegiolo, Colorino, Canaiolo, Merlot und Cabernet Sauvignon. Um einmal einen direkten Vergleich zu haben was über diesen Wein geschrieben wird, hier zuerst den Text vom Importeur Vergani in Zürich: Der „Ceppi“ wie er liebevoll genannt wird, stammt aus dem südlichen Teil der Toscana, nahe der Stadt Suvereto. Er zeigt in der Nase eine schöne Beeren- und Kirschen-Aromatik und ist am Gaumen samtig weich, mit einer angenehmen Fülle.
Mein Eindruck zum Ceppitaio, die Farbe ein mitteltiefes Kirschrot. Das Bouquet bei geschwenktem Glas erdig, wenn ruhig gehalten mehr auf der fruchtigen Seite. Es wirkt frisch und grün aber nicht wirklich so, dass man ihn länger unter der Nase halten möchte. Im Gaumen säurebetont und mit etwas Luft nur noch im vorderen Gaumen wahrnehmbar. Ein leichter Wein, dem Scharm und Schmelz fehlt und etwas rustikal ankommt. Im Nachhall oder was im vorderen Gaumen bei mir hängenbleibt, ist kein freudiges Aromen-Ereignis. Bei Von Salis Wein zu CHF.14,50, beim Flaschenhals in Aktion zu CHF. 9,90 und bei Da David in Italien zu 9,– Euro. Bei der Flaschenpost die viel tut, um bei Google immer am Anfang zu stehen, kostet der Wein CHF.13,95. Laut Produzent gehört aber die Firma Flaschenpost nicht zu den Importeuren dieses Weines, was wiederum bedeuten müsste, er wird bei einem Importeur in der Schweiz eingekauft. (Alle Angaben per 11-03-2024)
Am 11-03-2024 14/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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1994, Val Sotillo, Ribera del Duero D.O. Reserva. 12,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Tempranillo.
Dunkles Bordeauxrot. Das Bouquet mit dezenter Grünnote, aber auch guter Schwarzfrucht-Aromatik. Im Gaumen sehr fein, eher ein Mittelgewicht aber mit sehr viel Schwarzkirschen-Aromen und nicht übermässigen Holzaromen. Der Wein hat sicher nicht zu wenig Säure, wirkt daher aber heute mit seinen 30 Jahren auf dem Buckel recht frisch. Hat man noch solche Flaschen, so sollte man sie in diesem bis ende nächstes Jahr ausgetrunken haben.
Am 03-03-2024 16,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Adega Beyra, Beira Interior D.O.C. Blanco 13Vol%Alc. Rebsorten 45% Fonte Cal, 45% Síria, 10% Gouveio und Godello.
Helles, blasses gelb, mit kaum wahrnehmbarem Grünschimmer. Sehr schönes, volles, fruchtbetontes Bouquet, es macht Hunger bleiben Sie mit der Nase zu lang am Glas. Im Gaumen vollmundig, nicht allzu schwer, kommen Aromen von Stachelbeeren und einem Spritzer Zitrone auf. Die Fruchtsüsse dezent fein, seine Säure deutlich wie kurz und erst im Nachhall richtig auftretend. Sein Nachhall scheint unendlich und recht kräftig. Nicht schwer, nicht gross aber ein richtiger Spassmacher dieser weisse Beyra.
Am 22-02-2024 16/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2022, Adega Beyra, Beira Interior D.O.C. Tinto. 13,5Vol%Alc. Rebsorten Tinto Roriz, Tempranillo, Jaen und Touriga Nacional. Verschluss Presskorken. Die Reben wachsen auf 700 Meter über Meer.
Dunkles Kirschrot. Herrliches, frisches, nicht all zu schweres, fruchtbetontes Bouquet, mit sehr dezenter Süsse. Die Aromen gehen in der feinen Süsse zu Veilchen und Zwetschgen. Im Gaumen anfangs weich, dann mit leichter Herbe zeigt er sich aromatisch nur bis zur Hälfte des Gaumens und bricht dann ab. Im Nachhall jedoch hält er sich sehr lang. Süffig und sauber gemacht, der Wein den ich jung nicht unbedingt zum Poulet oder zum Kalbfleisch nehmen würde, ansonsten zu allem passen dürfte. Dekantieren empfehle ich etwa ½ zuvor.
Am 21-02-2024 +16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2020, Sella delle Spine, Rosso Tau, Irpinia Aglianico D.O.C. 13,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Aglianico.
Die Farbe dunkles Kirschrot. Das Bouquet, es duftet nicht, es stinkt kurz nach dem Öffnen nach Fisch und ich frage mich, soll ich das überhaupt versuchen. Ich lasse mein Glas etwa eine halbe Stunde stehen und es vergeht. Wird das Glas geschwenkt, kommt dieser Geruch wieder dezent auf. Hält man das Glas ruhig, kommt Süsse, Holz- und Fruchtaromen auf. Im Gaumen geht das dann aber gleich unbekömmlich weiter und ich frage mich, was wurde hier an Chemie alles zugesetzt? Für mich ist dieser definitiv nicht trinkbar. Ich habe diese Flasche mit 2/3 Füllstand und einem Spezialverschluss bis am 23-02-2024 stehen gelassen um zu sehen, was damit geschieht, schon der Gestank aus dem Glas ist nicht zu ertragen, daher verzichtete ich auf einen weiteren, prüfenden Schluck diese Weines.
Am 15-02-2024 08/20 aus dem Veritas/Riesling-Zinfandel/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2019, Sella delle Spine, Sella, Irpinia Campi Taurasini D.O.C. 13,5Vol%Alc. Rebsorte 100% Aglianico.
Die Farbe Kirschrot. Das Bouquet mit Frucht und einer dezenten Kartonnote. Im Gaumen kräftig, erst die Aromen frischer Zwetschgen dann ins Konfitüre gehend und im Finale wird es noch süss-bitter. Viel später taucht im Gaumen auch wieder dieser Karton-Geschmack auf. Ein sehr trockener Wein, bei dem es mir an Finesse als auch an Eleganz fehlt.
Am 15-02-2024 14/20 aus dem Veritas/Riesling/Zinfandel/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2022, Cantamessa, La Vocata, Barbera d’Asti D.O.C.G. 15Vol%Alc. BIO. Verschluss Presskorken. 100% Barbera.
Die Farbe ein mattes Kirschrot. Das Bouquet kommt fein mit den Aromen von Rotbeerenkonfitüre. Es ist gefällig, für einen Barbera jedoch dürfte er etwas mehr Frische zeigen. Im Gaumen das gleiche, ein guter Wein aber nicht einfach so als Barbera direkt zu erkennen. Nach vier Tagen offen, wird der Wein nicht schlecht aber es tauchen trotz BIO Zertifikat doch eigenartige, für mich unsaubere Aromen auf, die nicht in einen Wein gehören.
Am 11-02-2024 15,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2020, La Montagnetta, Piovà, Barbera d’Asti Superiore D.O.C.G. 15Vol%Alc. 100% Barbera. Verschluss-Presskorken.
Tief dunkles Kirschrot. Das Bouquet aus der Tiefe kommend ist sehr fein, wenn auch noch verschlossen. Es Duftet nach etwas eingekochten, abgekühlten Kirschen mit einer dezenten Note von Holz. Im Gaumen wie Sahne, Samt und Seide, aus der die Aromen gestaffelt wie aus einer Wundertüte auftreten. Pflaumen, Holz, süsse Heidelbeeren, Karamell und viel später noch Lebkuchen-Aromen. Ein Barbera-Erlebnis der Sonderklasse, das zu allem noch im Nachhall kaum ein Ende findet. Der kann aber braucht jetzt keine Lagerung mehr zum Abheben, der ist jetzt einfach schon sehr, sehr gut. Aromatisch würde ich ihm jetzt schon 18/20 geben, an struktureller Dichte fehlt ihm da noch ein kleines Quäntchen, wer weiss was da aber noch kommen könnte? Die entkorkte Flasche hält locker 3 Tage, wieder verschlossen nur in einem kühlen Raum und nicht zwingend im Kühlschrank.
Am 11-02-2024 17,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Château Haut-Bergey Pessac-Léognan AC. 13Vol%Alc. BIO. Assemblage Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Malbec.
Das Bouquet nach einer Stunde geöffneter Flasche im Glas stehengelassen, kommt es breit und offen. Es ist holzbetont mit Bitternoten und es kommen nur bei stark geschwenktem Glas, sehr dezente schwarze Süssbeerenaromen mit etwas Vanille hervor. Im Gaumen fehlt es sicher nicht an Säure und es erinnert mich wieder mal an den Tintengeschmack aus der Schulzeit. Die Frucht schmeckt durch das Bittere eher nach schwarzen Früchten, die für mich aber nicht wirklich deutlich kommen. Strukturell gefällt er mir noch am besten, trotz der Säure wirkt er zwar trocken aber nicht austrocknend. Er bringt genug Fett mit, um die ganze Zeit im Mund genug Geschmeidigkeit zu haben. Diesen Wein würde ich jetzt, weil er mir dann besser gefallen hat, einschenken und trinken. Lagerung um die 5 bis 10 Jahre, dürfte ihm gut tun. Diesen Wein habe ich im COOP am 05-04-2024 zu CHF. 14,95 statt CHF. 29,55 gekauft, das wird viele ärgern, die vorher das Doppelte zahlten. Gerstel verkauft diesen am gleichen Tag zu CHF. 19,50, Millesima die Magnum zu CHF. 40,–., die Flaschenpost 75cl zu CHF. 22,95. Denke man doch dazu was man wolle. Was Coop also mit CHF. 29,55 ansteuert, ist immer ein Preis, den man später mit hohen Rabatten belegen kann.
Am 06-02-2024 +16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Dona Elvira, Aegidius, Greco di Tufo D.O.C.G. 13,5Vol%Alc.
Helles gelb. Kräftiges, volles und offenes Bouquet. Es duftet würzig – fruchtig fein süss und mit etwas Vanille. Im Gaumen kompakt, kräftig, mit viel Frucht in Richtung Zitrus. Er wirkt ausgeglichen mit guter Säure. Laut Angabe des Produzenten auf seiner Internetseite, wurde dieser Wein 5 Monate im INOX Tank ausgebaut, ich habe aber das Gefühl, hier kamen auch Eichenfässer mit zum Ausbau. So oder so, ein sehr guter Wein mit Potenzial zum Lagern, wenn es noch feiner werden soll. Trinken jetzt bis 2029 und mehr.
Am 01-02-2024 +16,5/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2011, Marqués de Riscal, Reserva, Rioja DOCa. 14Vol%Alc. Assemblage Tempranillo, Graciano und Mazuelo.
Dunkles Bordeauxrot, im Rand mit ersten, mahagoniroten Anzeichen. Das Bouquet tief, eher flach und holzbetont, die Frucht kommt aber durch und zeigt Kirschenaromen. Im Gaumen kompakt, vordergründig, etwas grün aber auch fruchtig und im Ausklang dann nur noch auf der holzigen Seite, dies allerdings nicht unangenehm. Er wirkt eher leicht, süffig, ohne Finesse. Fehlerlos aber auch etwas langweilig, also für Leute die lieber was trinken, als darüber zu sprechen oder philosophieren. Austrinken bis 2026.
Am 01-02-2024 16/20 aus dem Veritas/Zinfandel-Riesling/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2011, Bodegas Castillo de Mendoza, Reserva, Rioja DOCa. Vegan, 15,5Vol%Alc. 100% Tempranillo.
Tief dunkles Bordeauxrot, zum Zentrum hin sozusagen schwarz. Sehr tief und schwer im Bouquet, sehr konzentriert mit Aromen von schwarzen, süssen Beeren und feinen Barriques-Aromen. Im Gaumen ein Kraftpaket, sehr konzentrierte Schwarzfrucht-Aromen mit Holz, Vanille sowie im Ausklang dann noch etwas Karamell, als auch kaum endend wollende, süsse Schwarzbeeren-Aromen. Ein unglaublicher Wein der zeigt, Grosses muss nicht teuer sein. Trinken bis 2030 oder mehr.
Am 31-01-2024 17,5/20 aus dem Veritas/Zinfandel-Riesling/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2021, Trossos del Priorat S.L. Lo Petit de la Casa D.O.Q. 14,5Vol%Alc. Rebsorten Grenache, Cabernet Sauvignon und Syrah. Verschluss Presskorken.
Dunkles bis zum klaren Kirschrot auslaufend. Das Bouquet dezent bitter, mit Schwarzfruchtaromen und weit hinten etwas Karamell, dies allerdings erst nach 4 Std. geöffneter Flasche. Im Gaumen vor allem im Auftakt mit viel Säure, kommt er aber dann doch vollmundig. Ein Mittelgewicht, der keinerlei Hitzefehler zeigt aber für mich halt auch nicht richtig Priorat ist, dazu ist noch zu sagen, dass diese Flasche in den ersten 2 Stunden, aromatisch nicht sauber ankam. Im Bouquet vergeht dies schneller, im Gaumen bleibt es unangenehm im Nachhall schwach hängen, der Geschmack von Schwefel oder sonstigen Chemie beigaben. Ein Stinker, würde man im Volksmund wohl sagen. Ich würde jedenfalls das dekantieren empfehlen.
Am 30-01-2024 14,5/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Domaine Aline, Adren’Aline, Castillon Côtes de Bordeaux AC. 14Vol%Alc. 100% Merlot.
Die Farbe ein mattes Violett. Das Bouquet flach, dezent grasig, bringt dazu aber auch frische Kirschenaromen mit. Im Gaumen leicht, sehr fein, kaum Struktur, etwas bitter und wiederum kommen Schwarzkirschenaromen auf. Der Wein liegt für mich an der oberen Grenze mit seiner Säure, was im Sommer eventuell nicht ganz so empfunden wird. Ein schwieriger Bordeaux-Jahrgang, mit dem man bei diesem Wein sicher nicht schlecht umgegangen ist. Es gibt jedoch Bordeaux wie Sand am Meer und solche zum gleichen Preis, die dann aber sogar im Barrique ausgebaut wurden. Der Wein hat sicher bei denjenigen Zuspruch, die gerade dies nicht mehr mögen und das Pure suchen. Das Wortspiel mit dem Weinnamen hingegen, finde ich grandios.
Am 23-01-2024 14/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2020, Domaine Aline, Castillon de Bordeaux AC. 14,5Vol%Alc. 100% Merlot.
Tief dunkles Violett, das zum Zentrum hin fast ins Schwarz geht. Das Bouquet zeigt sich offen, es kitzelt fasst in der Nase, bringt dabei viel Schwarzbeerenaromen mit der rechten Dosis an Säure und Süsse hervor. Im Gaumen eher kompakt, mit Milch- und Schwarzfruchtaromen, der Ausklang wird dann auch noch ziemlich trocken. Ein Wein, der sicher noch etwas Zeit braucht aber im Moment auch zu wenig Finesse in seiner Preisklasse zeigt.
Am 23-01-2024 15/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin SUTTER.
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2004, Domaine Jessiaume, Auxey Duresses 1er Cru Les Ecusseaux AC. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Dunkles Mahagonirot mit klarem Rand. Das Bouquet offen, mit Noten von Vanille-, Holz-, Zimt- und Zopf-Aromen, dazu ganz schwach rote Beeren. Im Gaumen mehr die Frucht im Vordergrund aber auch Holz- und Vanille-Aromen kommen wieder. Der Nachhall ist mit etwa 30 Sekunden Länge sehr gut, ein Abgang bleibt aber aus. Eine Flasche bei der ich dachte, dies sei zu entsorgen, zeigte sich nun als herrliche Überraschung. Dieser Jahrgang gehört zu den Letzten, die noch von der Familie Jessiaume vor dem Verkauf der Domaine an den neuen Besitzer gemacht wurde. Trinken würde ich den um die 14°C.
Am 22-01-2024 16,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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1990, Henri Clerc, Puligny-Montrachet 1er Cru les Combettes AC. 14Vol%Alc. 100% Chardonnay.
Dunkles golgelb. Das Bouquet mit Tiefe, wirkt kompakt, es duftet fein süss nach Holz, Zitrone und getrockneter Nelke. Im Gaumen kompakt, hier deutlich mehr auf der Frucht auch wenn noch Eichenholzaromen mitspielen, klingt hier die Aromatik im Nachhall und bis in den Abgang mit ganz weichen, feinen Holzaromen aus. Die sonst so deutlich aufkommenden Honigaromen beim reifen Burgunder-Chardonay, werden hier von süsslichen Fruchtaromen verdrängt. Sehr gefällig, kraftvoll und in noch recht gutem Zustand, auch wenn der Korken beim Herausziehen in zwei Teile verfiel. Der geht wohl als Begleiter zu fast allem. Nach 25 Jahren sind die meisten Korken jedoch durch und dichten nicht mehr voll ab, ich würde daher heute nur mit grosser Vorsicht an so einen Kauf herangehen.
Am 17-01-2024 16,5/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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1985, Domaine Voiret, Beaune 1er Cru Clos des Avaux. 100% Pinot Noir.
Dunkles Mahagonirot – braun. Das Bouquet fast verblüht, mit viel Holz aber auch Würzaromen. Im Gaumen schlank geworden, etwas kraftlos aber recht sauber vinifiziert. Ein leichtes Tröpfchen zu leichteren Gerichten, sicher immer noch zu trinken. Es bringt Frucht und Holzaromen in recht gutem Gleichgewicht wieder. Kaufen würde ich solche Flaschen nicht mehr, doch hat man noch solche im Keller, würde ich sie auf jeden Fall dieses Jahr fertig trinken.
Am 14-01-2024 15/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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1990, Henri Clerc, 1er Cru Sous le Dos d’Ane Meursault AC. 14Vol%Alc. 100% Chardonnay.
Die Farbe goldgelb. Das Bouquet mit fein dezenter Süsse, beginnender Altersnote und nicht unangenehmen, überwiegenden Holzaromen. Im Gaumen dann mit Zitrus und etwas strengeren Holzröstaromen. Trinkt man ihn nicht zu kalt, wird seine Aromatik weicher und angenehmer. Sicher hat er seine besten Tage überschritten, doch zeigt er immer noch, was für ein kräftiger Wein er doch war, je länger offen, desto besser wird er und zeigt damit auch wesentlich mehr Frucht, sowie dezente Karamellaromen. In diesem Stadion mehr der Sofawein, wie gesagt, nicht zu kalt trinken (ca.12°) einfach so zum Geniessen und Entspannen. Der Korken hat sich beim Herausziehen zerlegt und mit Druckluft ging die Luft ab durch den brüchigen Korken, also gab es nur die Methode „Stück für Stück“. Nach 25 Jahren sind die meisten Korken jedoch durch und dichten nicht mehr voll ab, ich würde daher heute nur mit grosser Vorsicht an so einen Kauf herangehen.
Am 14-01-2024 16/20 aus dem Veritas/Chardonnay/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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1985, Y. Clerget, Volnay 1er Cru Clos du Verseuil AC. 13Vol%Alc. 100% Pinot Noir.
Der Korken beim Öffnen fast komplett zerfallen. Die Farbe braun bis mahagonirot. Das Bouquet anfangs nach altem Kasten und Leder, später mit viel Luft und etwas Zeit mehr zu dumpfen Holz, mit sehr dezenten Fruchtaromen. Im Gaumen immer noch holzdominant mit dezenten Bitteraromen aber auch einer guten Säure, die Fruchtanzeichen hervorbringt. Seine Struktur ist weich und angenehm geworden und er hat immer noch das Gewicht, das man von einem Volnay 1er Cru erwarten darf. Dieser ist wohl aber nicht ganz makellos vinifiziert worden, was wohl zu diesen Altkasten und Lacknoten führt, diese aber auch mit viel Luft und Temperatur kaum mehr wahrnehmbar sind. Ich empfehle diesen daher zu dekantieren, wenn Sie dann so einen noch versuchen möchten. Austrinken oder entsorgen.
Am 14-01-2024 13,5/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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1989, Ebelmann José, Tokay Pinot Gris, Selection de grains nobles, Alsace Grand Cru Zinnkoepflé AC. 14,5Vol%Alc. 100% Pinot Gris (Grauburgunder).
Goldgelb. Das Bouquet tief, sehr fein, schwer, mit dezenter, feiner Süsse. Es duftet nach Aprikose und er kommt mit filigranen Nussaromen. Im Gaumen kompakt, süss und aromatisch offen, bringt er wiederum Aprikosen-Aromen hervor. Ein unglaublich guter Wein mit sämigem Fluss und guter Balance zwischen Süsse und Säure. Er klebt kein bisschen, obwohl hier von der Süsse her die Aromatik bis ins Karamell geht, recht die Post abgeht.
Am 05-01-2024 18/20 aus dem Definition/Weisswein/Spiegelau-Glas. Martin SUTTER.
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2021, Château de la Rivière, Fronsac AC. 13,5Vol%Alc. Médaille d’Or Paris 2023.
Violett bis Kirschrot. Das Bouquet mit Tiefe, zeigt sich sehr fein, fruchtig und blumig. Die Holzaromen kommen dezent und wirken im Hintergrund. Sehr gefällig, wenn auch nicht kräftig. Im Gaumen vollmundig, mit mehr Kraft als im Bouquet und hier eindeutig mit mehr Holz- und Röstaromatik. Die Frucht mit dezenter Süsse- erinnert etwas an Cassis. Der Nachhall hält lange an- beinhaltet aber auch etwas Bitteraromen. Ich bin überrascht über diese 2021 Qualität und das dann noch aus einer Appellation, die nicht mit besten Weinen aus Bordeaux glänzen kann. Kosten in Frankreich im November 2023 um die 12 Euro.
Am 30-12-2023 16/20 aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2017, Domaine Ostertag, Heissenberg, Riesling Vin d’Alsace AC. BIO Demeter. 13,5Vol%Alc.
Im Restaurant getrunken, keine direkten Notizen gemacht, sicher ist aber, der Wein braucht Luft, auf diese Tatsache hatte uns schon der Wirt hingewiesen. Wir wollten jedoch das Zeitfenster als auch die Erfahrung, wie sich der Wein entwickelt selbst mitmachen. Ja und man muss zugeben, es geht wirklich sicher eine ½ Stunde und mehr, bis dieser zum Busch rauskommt. Anfangs noch sehr trocken und schlank wirkend, bekam dieser dann immer mehr Fett, wurde fast sämig fliessend und aromatisch zum Erlebnis. Er ist sicher nicht so opulent wie der Grand Cru Muenchberg, besitzt für mich jedoch mehr Finesse und zeigt einen beeindruckenden Abgang, was mir beim Muenchberg noch etwas fehlt. Mir und allen am Tisch hat dieser Heissenberg Riesling heute sehr gut gefallen, wie das mit ihm weiter geht ist schwer zu sagen, doch denke ich, so wie er jetzt ist, könnte es noch bis 2026 oder 27 weiter gehen, dann wird man sehen, ob es mit ihm auf oder abwärts geht. Martin SUTTER.
Am 17-12-2023 17,5/20 aus dem ähnlichen Glas wie das Sommelier/Chianti/Riedel-Glas.
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1994, Château Lagrange, 3ème Grand Cru Classé, Saint-Julien AC. 12,5Vol%Alc.
Tief dunkles, ganz klares Bordeauxrot, mit dezenter Altersfärbung ins Mahagonirot. Verhalten, aus der Tiefe kommendes, angenehmes holzbetontes Bouquet mit Frucht und Grünaromen. Auch im Gaumen überwiegen Holz- und Efeuaromen, aber auch hier nicht unangenehm. Er wirkt frisch, lässt aber auch Reife erkennen und kommt schon weich fliessend durch den Gaumen. Ein unaufdringlicher Wein mit kräftig-eleganter Aromatik, die sehr lange anhält. Ich teste den Wein aus zwei Gläsern. Kühl direkt aus dem Keller, besser aus dem Sommelier/Chianti/Riedel-Glas, später mit mehr Luft und Temperatur, besser aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas, in dem sich dann auch noch Mocca und dezente Zimtaromen entfalten. Ein für mich sehr angenehm zu trinkender Bordeaux, der sicher seine Zeit brauchte, um diese Güte erreicht zu haben. Dieser Château Lagrange gehört jetzt aromatisch nicht zu den kraftvollsten, doch was kommt, hält eben sehr lange an.
Am 11-12-2023 16/20 aus dem Veritas/Bordeaux/Riedel-Glas. Martin Sutter.
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2022, Di Prima, La Matrice, Nero d’Avola, Sambuca di Sicilia D.O.C. BIO. 14Vol%Alc. Verschluss mit Presskorken.
Dunkles Kirschrot. Das Bouquet frisch, mit Noten von Johannisbeeren und frischem Eichenholz. Im Gaumen vollmundig, sehr fein aber auch trocken, eher leicht und nach hinten abbrechend. Der Nachhall dürfte länger sein, ein Abgang bleibt am ersten Tag aus, 30 Stunden später mit viel Luft, kommt auch dieser noch. Es ist ein eleganter, rotfruchtiger Wein ohne grosses Gewicht, mit jedoch andeutender Finesse. Ich denke, der könnte sich aromatisch im frühem Stadion in Richtung Grenache entwickeln, noch später zu einem Nebbiolo nahem Wein wandeln, so jedenfalls kam er mir am anderen Tag nach ca. 30 Stunden bei einem 1/3 angebrochener Flasche vor.
Am 10-11-2023 +16/20 aus dem Definition/Burgund/Spiegelau-Glas. Martin Sutter.
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